Flaute bei IPOs hält an
Windenergiefirma scheut vor Börsengang

Der Windenergiespezialist Wind 7 hat seinen für das laufende Quartal geplanten Börsengang erneut verschoben und will sich zunächst auf die Rückkehr in die Gewinnzone konzentrieren. „Nach Ansicht des Vorstandes, der betreuenden Banken und unabhängiger Berater ist ein Börsengang mit Kapitalerhöhung der Wind 7 AG derzeit ausgeschlossen“, hieß in einem am Montag verbreiteten Aktionärsbrief des Unternehmens.

HB FRANKFURT. Der Börsengang bleibe fester Bestandteil der Geschäftspolitik - allerdings rechne der Vorstand nicht vor 2005 bis 2006 mit einem geeigneten Marktumfeld. Ursprünglich hatte wind 7 schon für 2003 den Gang an den Kapitalmarkt ins Auge gefasst. „Ziel ist es, vor dem Börsengang deutlich schwarze Zahlen zu schreiben, um so die Chancen für eine positive Kursentwicklung zu erhöhen“, teile das Unternehmen weiter mit.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Wind 7 nach eigenen Angaben wegen der Kosten für den geplanten Börsengang und des schwachen Windaufkommens erneut einen Verlust geschrieben, der aber geringer als im Vorjahr ausfallen soll. 2002 lag der Verlust bei 2,01 Millionen Euro bei einem Umsatz von 3,9 Millionen Euro. 2004 rechnet Wnd 7 mit einem „nennenswerten Gewinn“.

Die Flaute bei Börsengängen in Deutschland hält damit weiter an, nachdem 2003 erstmals seit 1968 kein einziges Unternehmen neu auf dem Kurszettel erschienen war. 2002 waren Wind- und Solarenergiefirmen die wenigen Unternehmen gewesen, die überhaupt einen Börsengang erfolgreich absolvieren konnten. In diesem Jahr haben mit Siltronic und X-Fab bereits zwei Halbleiterunternehmen ihre Börsengänge nur wenige Tage vor der geplanten Erstnotiz abgesagt.

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