Aktien
FMC sehr schwach am Dax Ende - US-Ermittlungen belasten

Fresenius Medical Care (FMC) ist am Mittwoch von einer Vorladung des US-Justizministeriums belastet worden. Die Aktie des Dialyse-Spezialisten stand gegen 10.05 Uhr mit minus 3,17 Prozent bei 58,29 Euro am Dax-Ende.

dpa-afx FRANKFURT. Fresenius Medical Care (FMC) ist am Mittwoch von einer Vorladung des US-Justizministeriums belastet worden. Die Aktie des Dialyse-Spezialisten stand gegen 10.05 Uhr mit minus 3,17 Prozent bei 58,29 Euro am Dax-Ende. Der Leitindex gewann gleichzeitig 0,38 Prozent auf 3 877,10 Punkte. Im MDax rutschten die Titel des Mutterunternehmens Fresenius mit minus 3,87 Prozent bei 64,60 Euro ebenfalls ans Indexende.

"Die Investoren sind inzwischen sehr sensibel, wenn bei einem deutschen wert das Wort 'Ermittlungen in den USA' fällt", sagte Guiseppe Amato, Aktienhändler bei Lang & Schwarz. Auch andere Marktteilnehmer verwiesen auf die Ereignisse in den USA als entscheidenden Belastungsfaktor. Das Handelsvolumen sei nach der Meldung extrem hoch, sagte ein Händler. Auffällig sei auch die gegen den Markt schwache Tendenz am Vortag bei auch hohen Volumen.

Die Tragweite der Ermittlungen sei bisher nicht abschätzbar, schrieb Alexander Groschke, Aktienanalyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) am Morgen. Vermutlich werde untersucht, ob FMC falsch abgerechnet hat oder ob unnötige Behandlungen durchgeführt wurden. Unklar sei die Art der rechtlichen Ermittlungen. LRP hat ihre Empfehlung für FMC-Aktien mit "Marketperformer" bei einem Kursziel von 75,0 Euro zum Ende 2005 bestätigt.

Analyst Ludger Mues von Sal. Oppenheim sagte, FMC habe bereits im ersten Quartal Quartal 2003 sein Abrechnungsverfahren beim Vitamin D verändert und dies führte zu geringeren Umsätzen pro Behandlung. Sollte es dort eine Auffälligkeit geben, dann dürfte es sich nur um eine Kleinigkeit handeln. Wichtig sei, dass FMC sehr stark mit den US-Behörden zusammenarbeite. Den Kursverlust führte Mues auf einen psychologischen Effekt wegen der Anforderung der Unterlagen zurück.

Die nordamerikanischen Tochtergesellschaften von FMC haben eine Vorladung der US-Justizbehörden erhalten. Wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung am Morgen erklärte, sind im Rahmen dieser Vorlageverfügungen Unterlagen zu den geschäftlichen Tätigkeiten von Fresenius Medical Care Holdings und Spectra Renal Management angefordert worden.

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