Fondsmanager fordern Preiszugeständnisse bei der größten Emission des Jahres
ATU-Absage erschwert IPO der Postbank

Auto-Teile-Unger (ATU) hat den Börsengang am Mittwoch abgesagt. Damit muss der deutsche Markt für Börsengänge in diesem Jahr bereits seinen dritten Rückschlag verkraften. Großinvestoren und Investmentbanker befürchten nun, dass die schlechte Stimmung auch die für Mitte Juni geplante milliardenschwere Platzierung der Postbank erfassen wird.

HB FRANKFURT/M. Nach Einschätzung der Experten dürfte die Deutsche Post Probleme bekommen, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen. Eine Verschiebung des größten deutschen Börsengangs seit mehr als drei Jahren sei zwar nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.

Die Zeichnungsfrist für ATU sollte ursprünglich morgen beginnen. Das Unternehmen begründete die überraschende Absage mit der unsicheren Stimmung an den Börsen. Der Betreiber von Auto-Fachmärkten wollte bis zu rund 1 Mrd. Euro an der Börse einsammeln. Die Emission galt als wichtiger Test für die Aufnahmebereitschaft der Anleger.

Vor ATU mussten im März bereits die beiden Halbleiterwerte X-Fab und Siltronic ihre Börsenpläne aufgeben. Die einzige Emission mit einem nennenswerten Volumen gelang in diesem Jahr dem Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen Wincor Nixdorf, der in der vergangenen Woche Aktien im Wert von rund 350 Mill. Euro an den Markt brachte. Aber auch diese Platzierung verlief nur schleppend und lag mit 41 Euro am unteren Ende der Preisspanne.

„Man muss schon sagen, dass die deutsche Börsengangskonjunktur angeschlagen ist“, sagte Fondsmanager Mathias Born von Dresdner Allianz Asset Management. „Das wird auch die Postbank erkennen müssen“, sagte ein anderer Fondsmanager einer großen deutschen Investmentgesellschaft. Etwas gelassener sieht Rolf Drees von Union Investment die Lage. Im Moment müsse eben jeder Börsengang die Anleger von neuem überzeugen.

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