Frankfurt Immobilienfirma Instone zittert sich an die Börse

Die Essener Immobilienfirma ist das zweite Unternehmen in diesem Jahr, dass den Schritt an die Börse wagt. Weitere wollen bald folgen.
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Immobilienfirma Instone zittert sich an die Börse Quelle: Reuters
Deutsche Börse

Im noch jungen Jahr sind bereits zwei Unternehmen an die Frankfurter Börse gegangen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Wohnimmobilien-Entwickler Instone schafft es nur mit Mühe an die Frankfurter Börse. Statt der geplanten 23,4 Millionen Aktien konnten nur 19,9 Millionen platziert werden, wie das Essener Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Der Ausgabepreis lag mit 21,50 Euro am unteren Ende der Preisspanne, die bis 25,50 Euro reichte. Insgesamt bringt die Emission 428 Millionen Euro ein, davon geht der Großteil an den Finanzinvestor Activum SG, den bisherigen Alleineigentümer. Die Instone-Aktien sollen am Donnerstag erstmals an der Börse gehandelt werden.

Instone selbst fließen netto 142 Millionen Euro zu, davon sollen 55 Millionen Euro für die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens verwendet werden. Mit dem restlichen Geld will das Unternehmen Grundstücke für neue Wohnungen kaufen und Projekte entwickeln. Nach der Platzierung sind 53,8 Prozent der Aktien in Streubesitz. Das gesamte Unternehmen wird zum Ausgabepreis mit 795 Millionen Euro bewertet. Begleitet wurde der Börsengang federführend von der Credit Suisse und der Deutschen Bank.

Der Wohnimmobilien-Entwickler ist nach der bayerischen Arzneifirma Dermapharm, die am Freitag ihr Debüt auf dem Parkett feierte, der zweite Börsenneuling in Frankfurt in diesem Jahr. Für Dermapharm war das Debüt auf dem Parkett ernüchternd: Nachdem die Aktien mit 28 Euro in der Mitte der Preisspanne ausgegeben worden waren, stürzten sie am ersten Handelstag ab. Am Mittwoch notierten sie bei 26,70 Euro.

Zahlreiche weitere Unternehmen lassen sich von den Turbulenzen an den Finanzmärkten bisher nicht entmutigen. Mit der Siemens-Medizintechniksparte Healthineers, dem Deutsche-Bank-Vermögensverwalter DWS, dem Wissenschaftsverlag Springer Nature und dem Bremsenkonzern Knorr-Bremse treiben auch Schwergewichte ihre Pläne voran. Deren Börsengänge in Frankfurt dürften jeweils Milliardensummen einbringen. Sie alle sollen noch vor dem Sommer über die Bühne gehen.

Healthineers will Insidern sogar noch vor Ostern an die Börse - es könnte der größte Börsengang in Frankfurt seit 1996 werden. Damals sammelte die Deutsche Telekom mit der "T-Aktie" 10,6 Milliarden Euro bei Anlegern ein. Siemens will nur einen Minderheitsanteil an der Tochter abgeben, die auf einen Börsenwert von bis zu 40 Milliarden Euro kommen könnte. Auch die Deutsche Bank drückt bei den Börsenplänen für ihre Tochter DWS aufs Tempo. Die Transaktion solle schnellstmöglich abgeschlossen werden, sagte Konzernchef John Cryan kürzlich.

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