Fresenius
Solides Geschäft begeistert die Börse

Die Stimmung an der Börse wäre trostlos, wenn da nicht Fresenius wäre. Der Gesundheitskonzern überzeugt mit starken Zahlen. Analysten loben das "solide Geschäftsmodell". Sowohl die Aktien des Mutterkonzerns als auch die Tochter - beide sind im Dax notiert - legen kräftig zu.
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HB FRANKFURT. Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) haben am Dienstag mit ihren vorgelegten Zahlen positiv überrascht und sind dafür am Markt mit deutlichen Kursgewinnen belohnt worden. Fresenius-Papiere legten um 6,7 Prozent zu, FMC-Anteilsscheine verteuerten sich um 4,5 Prozent. Der Dax lag zur gleichen Zeit ein Prozent im Minus.

Die Zahlen und speziell den erhöhten Ausblick von FMC bewerteten Börsianer positiv. Der zum Medizinkonzern Fresenius gehörende weltgrößte Dialysespezialist hob nach einem Gewinn- und Umsatzanstieg seinen Ausblick für 2009 leicht an. Laut Händlern kam das gut am Markt an. Die "nackten Zahlen sind etwas besser als erwartet", so ein Händler. Marktteilnehmer zeigten sich auch zufrieden mit den Fresenius-Zahlen. Der Medizinkonzern profitierte in den ersten neun Monaten von Währungseffekten und der Übernahme des US-amerikanischen Generikaanbieters APP Pharmaceuticals und verdiente mehr als im Vorjahr. Börsianer nannten die Zahlen besser als erwartet.

Karl-Heinz Scheunemann, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, schrieb in einer aktuellen Studie, die "starken" Quartalszahlen von FMC bestätigten das solide Geschäftsmodell des Dialysespezialisten. Die Zahlen vom Mutterkonzern Fresenius seien auch solide ausgefallen. Alle Sparten hätten zu dem guten operativen Ergebnis beigetragen. Scheunemann bewertet beide Aktien mit "Buy" und hat für FMC-Titel ein Kursziel von 40,00 Euro und für Anteilsscheine von Fresenius von 59,00 Euro.

Unicredit-Analystin Silke Stegemann äußerte sich ähnlich. Die Zahlen von Fresenius seien "solide" und FMC haben einen "starken" Quartalsabschluss vorgelegt, schrieb die Expertin in einer aktuellen Studie. Sie hob positiv hervor, dass bei FMC der durchschnittliche Umsatz je Anwendung gestiegen sei. Bei beiden Unternehmen warte sie aber erst einmal auf die Telefonkonferenz am Mittag. FMC-Titel stuft die Expertin mit "Hold" und einem Kursziel von 34,00 Euro ein, während sie Fresenius mit "Buy" und einem Ziel von 43,00 Euro bewertet.

Martin Possienke, Analyst bei Equinet, zeigte sich ähnlich angetan von den Zahlen. Nach den "guten" Quartalszahlen bestätige er seine "Buy"-Empfehlung für FMC mit einem Kursziel von 38,00 Euro. Fresenius verpasste indes seine Umsatz- und Gewinnschätzungen leicht. Er bleibe bei seiner "Reduce"-Einschätzung mit einem Kursziel von 37,00 Euro.

Commerzbank-Analyst Volker Braun nannte die Zahlen von FMC in einem ersten Kommentar "befriedigend". Seine Prognosen seien leicht übertroffen worden. Den angehobenen Ausblick nannte er "nicht überaus aggressiv". Er bewertet die Titel mit "Buy". Die Zahlen des Mutterkonzerns Fresenius haben indes im Rahmen seiner Erwartungen gelegen. Braun blieb bei seiner "Add"-Einstufung.

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