Frisches Geld für Expansion
Air Berlin will Anfang Mai auf dem Börsenparkett landen

Die Fluggesellschaft Air Berlin drückt bei ihren Börsenplänen aufs Tempo. Der Börsenprospekt solle am Mittwoch bei den britischen und deutschen Finanzaufsichtsbehörden eingereicht werden. Die Altaktionäre von Air Berlin hätten am Dienstag in einer Hauptversammlung „grünes Licht“ gegeben, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch.

HB FRANKFURT. Wenn die Behörden die Unterlagen akzeptierten, wolle Air Berlin bereits am Freitag die Werbetour (“Roadshow“) bei potenziellen Investoren starten und auf einer Pressekonferenz Details zum Börsengang nennen.

Die Erstnotiz sei möglichst bald im Mai geplant. „Wenn alles nach Plan läuft, ist ein früher Mai-Termin für unseren Börsengang nicht unwahrscheinlich“, sagte der Sprecher. Einen konkreten Termin wollte er nicht nennen. Finanzkreisen zufolge strebt Air Berlin die Erstnotiz nach Möglichkeit für den 5. Mai an. Der Zeitplan hängt nach den Worten des Sprechers von den Genehmigungen der britischen Behörden ab.

Insofern könne sich das Vorhaben um einige Tage verschieben. Air Berlin hat sich in eine Aktiengesellschaft nach britischen Recht umgewandelt, um den Vergleich mit direkten Wettbewerben wie Ryanair und Easyjet zu erleichtern.

Das Emissionsvolumen dürfte Finanzkreisen zufolge zwischen 500 und 800 Millionen Euro liegen. Damit könnte Air Berlin nach Wacker Chemie, die mit ihrem Börsengang am Montag 1,2 Milliarden Euro eingenommen hatte, die zweitgrößte Neuemission in Deutschland in diesem Jahr werden. Mit dem Geld will Hunold die Expansion nach Skandinavien sowie in Länder Osteuropas vorantreiben.

Im vergangenen Jahr verbuchte die nach Lufthansa zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft allerdings einen Verlust von rund 116 (2004: minus 2,9) Millionen Euro. Den Fehlbetrag führt das Unternehmen auf die hohen Treibstoffkosten und Sonderbelastungen aus der Umstellung der Bilanzierung auf die internationalen IFRS-Regeln zurück.

Der Umsatz kletterte 2005 um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Nach Einschätzung der Analysten der Commerzbank, die den Börsengang zusammen mit Morgan Stanley federführend organisiert, wird Air Berlin 2006 in die Gewinnzone fliegen und gut 50 Millionen Euro verdienen.

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