Frist läuft aus
Börsengang von Sunline mehrfach überzeichnet

Die Solartechnikfirma Sunline steht vor einem erfolgreichen Börsengang. "Ich sehe dem Schritt sehr zuversichtlich entgegen", sagte Alleinvorstand Wolfgang Wismeth am Mittwoch in Frankfurt.

dpa-afx FRANKFURT. Das bayerische Unternehmen will durch den Gang auf das Börsenparkett 7,2 Mill. Euro einnehmen, die zum Teil für den Abbau der Schulden verwendet werden sollen.

Nach Angaben der Emissionsbank Baader ist der Börsengang auf großen Zuspruch aus dem In- und Ausland gestoßen. "Die Aktienemission ist bereits jetzt zweistellig überzeichnet", sagte Thomas Aldenrath von Baader. Die Zeichnungsfrist läuft am heutigen Mittwoch aus, die Erstnotiz ist für den 20. Oktober geplant. Ausgegeben werden sollen bis zu 1,7 Mill. Aktien zum Stückpreis von 5,30 Euro, inklusive einer Mehrzuteilungsoption im Falle einer hohen Nachfrage.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Sunline die in diesem Jahr auf 2,3 Mill. Euro gestiegenen Verbindlichkeiten tilgen. Der Rest soll für die Entwicklung neuer Produkte sowie der Vorfinanzierung von Solarmodulen verwendet werden.

Sunline-Gründer Wismeth rechnet für 2005 und 2006 mit einem sprunghaften Anstieg des Ergebnisses. Der Umsatz soll in diesem Jahr um rund 30 Prozent auf 44,7 Mill. Euro steigen und der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll sich auf 2,3 Mill. Euro verdreifachen. Für das kommende Jahr erwartet Wismeth eine Verdoppelung des Ergebnisses, wozu erstmals auch das Auslandsgeschäft beitragen soll. Denkbar sei dann auch die Zahlung einer Dividende.

Sunline aus Fürth beschäftigt sich mit Planung, Projektierung und Vertrieb von Photovoltaikanlagen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 33,1 Mill. Euro ein Ebit von 706 000 Euro. Bei dem Börsengang sollen 27,3 Prozent des Aktienkapitals platziert werden. Die Familie Wismeth bleibt Hauptaktionär.

In den vergangenen Tagen waren bereits die Solar-Unternehmen Ersol, Centrosolar und Q-Cells erfolgreich an der Börse gestartet. Die Solarwatt AG, PV Crystalox Solar AG sowie die Berliner Solarpraxis prüfen einen Börsengang in den kommenden Monaten.

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