Früher gehörten sie zu Daimler-Chrysler
Goldman bewertet Börsenaspiranten MTU Aero

Die Investmentbank Goldman Sachs hat zu dem Münchener Triebwerkshersteller MTU Aero eine Studie veröffentlicht. Demnach ist das Unternehmen 1,5 bis 2,4 Milliarden Euro wert. Ein Börsengang ist für Juni geplant.

HB MÜNCHEN. „Wir glauben, dass alle drei Geschäftsfelder von MTU bis 2008 starkes Wachstum sehen werden“, heißt es in der Studie der den Börsengang begleitenden Bank, die am Mittwoch vorlag. Zudem dürften sich die Margen im Instandhaltungsgeschäft und im zivilen Triebwerksgeschäft bis dahin deutlich verbessern.

Ein Risiko für die Entwicklung von MTU sehen die Experten von Goldman Sachs in der großen Abhängigkeit vom Kooperationspartner Pratt & Whitney.

Goldman Sachs rechnet bis 2008 für MTU mit einem Anstieg des Umsatzes auf rund 2,6 Milliarden Euro und des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf 343 Millionen Euro. 2004 hatte MTU bei einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 247 Millionen Euro ausgewiesen.

Auf Grundlage der Rendite auf das eingesetzte Kapital ergäbe sich den Analysten von Goldman Sachs zufolge ein Firmenwert von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Euro. Auf Basis des operativen Ergebnisses kommen die Analysten auf einen Wert von 1,8 bis 2,4 Milliarden Euro. Neben Goldman Sachs führen die Deutsche Bank und UBS das Konsortium für den Börsengang an.

Kurzfristig werde das Wachstum durch Triebwerkslieferungen für die Airbus-Familie A320 angekurbelt, ab 2007 auch durch die Aufträge für den Super-Airbus A380. Im Rüstungsbereich könnten die Programme für den Eurofighter, den Hubschrauber Tiger und die Transportmaschine A400M Auftrieb geben. Allerdings stelle der Vertrag für den A400M auch ein Risiko dar, da dieser einer nötigen Senkung der Entwicklungskosten entgegen stehen könnte, hieß es in der Studie.

Die bis zum Verkauf an den Finanzinvestor KKR Ende 2003 zu Daimler-Chrysler gehörende MTU Aero Engines stellt Triebwerksteile für zivile Flugzeuge und komplette Triebwerke für Militärmaschinen her. Im zivilen Geschäft arbeitet MTU vor allem mit Pratt & Whitney, der Nummer drei der Branche, jedoch auch mit den Branchenführern General Electric und Rolls Royce zusammen. Drittes Standbein von MTU ist die Wartung und Instandhaltung der Triebwerke. Rechnerisch sind in jedem dritten Triebwerk von Passagierflugzeugen Teile von MTU verbaut.

Seite 1:

Goldman bewertet Börsenaspiranten MTU Aero

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%