Früher Handel
Angekündigte Verkäufe belasten Commerzbank

Aktien der Commerzbank sind im frühen Handel deutlich unter ihren Vortagesschluss gefallen. Anlass war die Ankündigung von Führungskräften, Aktien der Bank zu verkaufen, die als Boni ausgegeben wurden.
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FrankfurtIm frühen Handel haben Commerzbank mit Kursverlusten auf die Ankündigung des Instituts reagiert, knapp 130 Millionen neue Aktien von Mitarbeitern bei Investoren zu platzieren. Die Aktien fielen bei Lang & Schwarz um drei Prozent unter ihren Vortagesschluss von 1,33 Euro. Damit hielten sie im Dax die rote Laterne. "Das ist erneut eine kleine Verwässerung, daher mögen die Anleger das nicht", sagte ein Händler. Allerdings sei es nur eine kleine Kapitalerhöhung, die langfristig keinen nachhaltigen Einfluss auf den Kurs haben sollte, fügte ein anderer hinzu.

Am Vorabend hatte die Commerzbank mitgeteilt, dass ein Großteil von Führungskräften Aktien, die sie als Bonus erhalten hatten, gleich wieder verkaufen wollten. Daher will das Institut die Aktien bei Investoren platzieren. "Das zeigt, dass die Zuversicht des eigenen Managements recht negativ ist. Das Führungspersonal rechnet offenbar nicht damit, dass es unmittelbar zu einer Besserung des operativen Umfelds und damit des Aktienkurses kommt", erklärte Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research.

Mit den neu ausgegebenen Aktien stärkt die Bank ihr Kapital um 218 Millionen Euro. Die Bonus-Ansprüche der Commerzbank-Mitarbeiter werden zu einem Kurs von 1,21 Euro in Aktien umgerechnet, wie ein Sprecher der Bank am Mittwochabend bestätigte. Der Preis für die Platzierung wird aber erst am Donnerstag ermittelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Maßlosigkeit und Gier, wenig Schamgefühl gegenüber den Aktionären":
    Wen haben Sie damit ansprechen wollen?
    Die Mitarbeiter der neuen Commerzbank bitte nicht!
    Die Mitarbeiter haben bescheidene Zahlungen erhofft -seit Jahren nicht erhalten- mit Geld und nicht mit Aktien gerechnet, wegen obendrauf Steuern und Sozialabgaben.
    Bleibt einem Mitarbeiter trotz AT viel Freiheit zur Entscheidung Aktie/Bares, wenn mann/frau zwei Kinder zu Hause hat.
    ...auch ich bin darüber hinaus Aktionär.
    Bitte wo war ich gerade schamlos?
    Ich empfinde Ihren Beitrag sehr unüberlegt.
    Conni Meyer

  • MAßlosigkeit und Gier, wenig Schamgefühl gegenüber den Aktionären, sich einfach am Topf bedienen der Ihnen garnicht gehört. Schlechte Arbeit leisten und fürstlichen Lohn kassieren, so kann man nur resümieren, wo Unrecht zu Recht wird, sollte Wiederstand zur Pflicht werden!

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