Führende Banken und Fonds sehen Dax zum Jahresende bei 4 350 Punkten
Aktien trotzen der Zinswende

Die Märkte überschätzen nach Einschätzung von Banken- und Fondsexperten die Folgen der bevorstehenden Zinswende in den USA. Das ist das Ergebnis einer Handelsblatt-Umfrage unter den zehn größten Banken und vier größten Fondsgesellschaften in Deutschland.

som/rad/pbs DÜSSELDORF. Die Märkte überschätzen nach Einschätzung von Banken- und Fondsexperten die Folgen der bevorstehenden Zinswende in den USA. Das ist das Ergebnis einer Handelsblatt-Umfrage unter den zehn größten Banken und vier größten Fondsgesellschaften in Deutschland. Weil auch andere Risiken, etwa die Ölpreisentwicklung, von den Märkten überbewertet würden, billigen die Fonds- und Bankenexperten den Börsen im zweiten Halbjahr ein hohes Potenzial zu.

An den Finanzmärkten wird bis zum Jahresende mit einem US-Leitzins von mindestens 2,25 Prozent und im Jahresverlauf 2005 mit drastisch weiter steigenden Zinsen kalkuliert. Das signalisieren die Geldmarktsätze. Dagegen gehen die befragten Fonds- und Bankenexperten von einem US-Leitzins von höchstens zwei Prozent zum Jahresende aus.

Als sicher gilt, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch den Leitzins zunächst von derzeit einem Prozent auf 1,25 Prozent anhebt. Damit würde die Fed eine fast vierjährige Phase stetig sinkender Leitzinsen beenden.

Eine erste Zinserhöhung wäre „weniger ein Problem für die Märkte als vielmehr eine Bestätigung für den gesunden Konjunkturaufschwung in den USA“, sagte Tim Albrecht, Senior-Portfolio-Manger bei Deutschlands größter Fondsgesellschaft DWS. „Die Zinserhöhung ist von der Fed gut vorbereitet“, sagte Felix Adrian von Cominvest, der Fondsgesellschaft der Commerzbank.

Wegen des schwachen Wachstums in der Euro-Zone rechnet keiner der Bank- und Fondsstrategen damit, dass die EZB bis zum Jahresende die Zinsen verändert. Grundsätzlich gilt, dass steigende Zinsen den Aktienmarkt belasten, da höhere Zinssätze Investitionen in Anleihen attraktiver machen. Es fließt weniger Geld in Aktien.

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