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Führungsstreit und Herabstufung drücken EADS ans MDax-Ende

Der schwelende Führungsstreit beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und eine Herabstufung durch Goldman Sachs haben die EADS-Aktien am Montag an das Ende des MDax gedrückt.

dpa-afx FRANKFURT. Der schwelende Führungsstreit beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und eine Herabstufung durch Goldman Sachs haben die EADS-Aktien am Montag an das Ende des MDax gedrückt. Die Papiere verloren bis 10.20 Uhr 3,73 Prozent auf 22,20 Euro, der Vergleichsindex MDax sank um 0,22 Prozent auf 5 289,48 Punkte.

Analyst Ulrich Horstmann von der Bayerischen Landesbank führte den deutlichen Kursrückgang vor allem auf den Führungsstreit zurück. An den am Freitag vorgelegten Ausblick für 2005 dürfte es eigentlich nicht liegen, denn dieser sei im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, hob Horstmann hervor. EADS plant 350 bis 360 Airbus-Auslieferungen, 33 Mrd. Euro Umsatz und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und Sonderposten von mehr als 2,4 Mrd. Euro.

"Vielleicht haben einige Analysten auch mehr erwartet", vermutet Horstmann. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass die Aktie zuletzt sehr gut gelaufen sei, so dass einige Marktteilnehmer womöglich ihre Gewinne realisierten.

Ein anderer Analyst aus Frankfurt betonte, dass seiner Meinung nach eine Kombination aus der Herabstufung durch Goldman Sachs von "Outperform" auf "In-Line" und den Querelen um die Führungsspitze das Minus verursacht habe. Allerdings sei der Streit ja nicht neu. Die verkündeten Ziele für 2005 könnten es aber nicht sein, sagte er. Diese stimmten mit der eigenen Prognose und den Vorhersagen anderer Analysten überein.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" spitzt sich der Streit um die künftige Zusammensetzung der Führungsriege zu. Auf Wunsch der Franzosen solle Airbus-Produktionschef Gérard Blanc (61) im kommenden Jahr das Kommando bei dem Flugzeugbauer übernehmen, wenn sein bisheriger Chef Noel Forgeard in den Vorstand der Konzernmutter EADS aufrücke. Doch beim deutschen Großaktionär Daimler-Chrysler stoße der Vorschlag auf heftigen Widerstand.

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