Fünfjahres-Tief
Deutscher Bank droht Kursrutsch

Für die Deutsche Bank war der Juli bislang kein guter Monat. Erst vergangene Woche blitzte das Geldhaus mit ihrem Übernahmeversuch bei der Citibank ab. Dazu ist der Aktienkurs auf einen fast schon historischen Tiefpunkt gefallen.

HB FRANKFURT. Mit 50,10 Euro notierten die Titel des Branchenführers vier Prozent niedriger als am Vortag. Zuletzt hatten die Titel im Mai 2003 dieses Niveau erreicht. "Das ist die Bankenkrise in den USA", sagte ein Händler. Bei 50 Euro liege ein charttechnischer Widerstand. Sollte der fallen, könnte es rasch weiter nach unten gehen.

Zudem rät die Investmentbank Morgan Stanley den Anlegern zum Verkauf von Aktien der Deutschen Bank. In einer Studie vom Dienstag senkte ein Analystenteam um Huw van Steenis das Anlageurteil für das Institut von "Equal-weight" auf "Underweight". Das Kursziel schraubten die Experten von 79 auf 59 Euro zurück.

Die Deutsche Bank sei mehr als jeder andere europäische Wettbewerber vom Investmentbanking abhängig und die Ertragsaussichten verschlechterten sich, hieß es zur Begründung. Auch könne das Finanzinstitut im Falle von bedeutenden Wertberichtigungen oder Verlusten einen Rückgang der Eigenkapitalquote schlechter kompensieren als Konkurrenten. Die Morgan-Stanley-Analysten erhöhten ihre Prognose für den Abschreibungsbedarf der Deutschen Bank bei faulen Krediten um zwei Mrd. Euro.

Die Deutsche Bank selbst hatte diesen Monat für das zweite Quartal schwarze Zahlen angekündigt. Die Aufnahme von zusätzlichem Kapital sei nicht erforderlich, hieß es: Die Kernkapitalquote (Tier 1), ein Maß für die Finanzkraft des Unternehmens, liege weiterhin bei rund neun Prozent.

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