Fünfter Börsengang in diesem Jahr
Inticom-Angebot deutlich überzeichnet

Die Aktien des vor dem Börsengang stehenden Elektronikunternehmens Inticom werden nach Angaben der Konsortialbank Concord Effekten zu 18 Euro ausgegeben.

HB FRANKFURT. Die Bookbuilding-Spanne für die 535 000 neuen Inticom-Aktien reichte von 16,50 Euro und 20 Euro. Inticom will am kommenden Montag als fünftes Unternehmen in diesem Jahr sein Debüt an der Deutschen Börse geben. Die Concord-Analysten hatten einen fairen Wert von 22 Euro je Inticom-Aktie ermittelt.

„Die Emission war deutlich überzeichnet“, teilte Concord Effekten am Donnerstag weiter mit. Inticom will insgesamt 595 000 Aktien ausgeben und damit knapp elf Millionen Euro einnehmen. Gemessen am Emissionsvolumen ist dies der kleinste der dann fünf Börsengänge in diesem Jahr. Mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 23,4 Millionen Euro gehört der Lieferant für Telekommunikationsunternehmen zu den kleinen Unternehmen am deutschen Kapitalmarkt.

Inticom hat angekündigt, die Einnahmen aus dem Börsengang für weiteres Wachstum im Bereich der schnellen DSL-Internetzugänge investieren zu wollen. Das Unternehmen stellt so genannte DSL-Splitter her, die in den althergebrachten kupfernen Telefonleitungen Daten- und Sprachverkehr trennen. Hauptabnehmer ist die Deutsche Telekom, auf die etwa 40 Prozent des Umsatzes entfällt. Zu den Inticom-Wettbewerbern auf dem deutschen Markt gehört die im TecDax notierte Epcos. Für 2005 hat Concord Effekten für Inticom einen Umsatz von 30,5 (2004: 18,5) Mill. Euro bei einem Nachsteuergewinn von 1,58 (0,2) Mill. Euro prognostiziert.

Nachdem im vergangenen Jahr kein einziges Unternehmen in Deutschland den Gang auf das Börsenparkett wagte, haben sich die bislang vier Neuemissionen dieses Jahres verschieden erfolgreich geschlagen. Die Anteilsscheine des Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf haben bei einem aktuellen Kurs von rund 54 Euro seit dem Börsendebüt fast ein Drittel an Wert gewonnen. Die Postbank-Aktien liegen mit rund 32 Euro mehr als zehn Prozent über dem Ausgabepreis.

Dagegen hat die seit Juli an der Börse gelistete Biotechnologiefirma Epigenomics bei einem aktuellen Kurs von sieben Euro knapp ein Viertel an Wert eingebüßt; der Aktienkurs des Fahrradherstellers Mifa verblieb in etwa auf dem Niveau des Ausgabepreises von 9,25 Euro.

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