Für 2004 Gewinn einkalkuliert
Bahn sieht sich ab 2005 fit für Börsengang

Bahnchef Hartmut Mehdorn hält an seinem Ziel eines baldigen Börsengangs trotz parteiübergreifender Bedenken im Bundestag fest. Die Deutsche Bahn AG werde ab 2005 fit für den Börsengang sein, betonte Mehdorn.

huh BERLIN. Wann der Bund als Eigentümer über eine Teilprivatisierung entscheide, liege nicht bei der Bahn. Ende vergangener Woche hatten alle Parteien im Bundestag den Börsengang unter harte Bedingungen gestellt. Eine Grundsatzentscheidung sei erst dann möglich, wenn der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg der Bahn feststehe, insbesondere eine mehrjährige positive Gewinnentwicklung, heißt es in dem Beschluss.

Die Bahn will laut Finanzvorstand Diethelm Sack nach jahrelangen Verlusten 2004 ein Plus von einer Mrd. Euro erwirtschaften. Anders als von der Investmentbank Morgan Stanley gefordert sieht Sack für den Börsengang keine Notwendigkeit, die Mittelfristplanung anzuheben. „Wir brauchen unsere Planung nicht zu verändern“, sagte Sack. Eine jährliche Fortschreibung genüge. Morgan Stanley dagegen schreibt in seiner Studie im Auftrag der Bundesregierung: „Die wesentlichen finanziellen Parameter für eine Kapitalmarktfähigkeit der Deutschen Bahn werden mit der aktuell gültigen Mittelfristplanung nicht erreicht.“ Auch bei der Dividendenrendite hält Sack die Anforderung der Bank für überzogen. Morgan Stanley hält 4 bis 4,5 Prozent für angemessen, Sack 3 bis 4 Prozent für ausreichend. Die Regierung will auf Basis des Gutachtens Mitte 2005 über den Börsengang entscheiden.

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