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Für Aktionäre müssen es nicht immer die Designer sein

„Zur Gucci-Jacke passt eine Esprit-Hose“, sagte Heinz Krogner. Damit hat es der Vorstandschef der Esprit-Gruppe in einem Interview Anfang Januar auf den Punkt gebracht: Immer mehr Modebewusste ergänzen die Designerjacke mit einer günstigen Hose oder einem Schnäppchen-Rock: So wie Madonna sich zu H&M bekennt, kaufen andere Reiche und Schöne bei Zara oder Esprit ein.

HAMBURG. Folgt man dieser Aussage, dann kaufen die Modejünger aber immer seltener eine Gucci-Jacke, dafür um so häufiger ein Esprit-Stück oder Klamotten der Günstig-Konkurrenz. Viele namhafte Designer müssen Einbußen hinnehmen. Hingegen wächst Esprit, ein Hersteller und Händler von günstigen bis mittelpreisigen Kleidungsstücken, unaufhörlich. Das Unternehmen, das an der Börse in Hongkong gelistet ist und von Düsseldorf aus geführt wird, hat in der vergangenen erneut Erfolgszahlen vorgelegt: In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2003/04 (30.6.) hat es seinen Umsatz um 32 % auf 8 Mrd HK$ (rund 810 Mill. Euro) gesteigert. Der Nettogewinn wuchs im Vergleich zum Vorjahr sogar um 53 % auf 89,4 Mill. Euro. „Das Ergebnis des ersten Halbjahres übertrifft unsere Erwartungen deutlich“, sagt Amelia Mehla von ING Securities. Ähnlich äußerte sich Jeremy Sutch von ABN Amro. 2002/03 hatte der Modekonzern 1,4 Mrd. Euro umgesetzt.

Insgesamt empfehlen nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg 13 von 20 Analysten die Aktie. CS First Boston nennt Esprit eine „Wachstumsmaschine“. Vorstandschef Krogner erwartet in der zweiten Jahreshälfte weiter doppelstellige Zuwachsraten beim Umsatz und Ertrag. Auch wenn die Marke von Designern nicht als extrem modisch angesehen wird: Sie schafft es, die Kunden in die 560 eigenen Geschäfte auf der Welt und die Marken-Shops in weltweit 7 000 Bekleidungshäusern zu locken.

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