Aktien
Für LRP profitieren Banken nur kurzfristig von Übernahmespekulationen

Nach Ansicht der Deutschen Bank profitieren die Aktien der deutschen Großbanken nur kurzfristig von den neuerlich aufkeimenden Übernahmespekulationen. Diese Entwicklung dürfte "nicht nachhaltig sein", stellte Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz in einer am Freitag in Mainz vorgelegten Studie fest. Er teile die Phantasie nicht, sondern bleibe bei seiner skeptischen Haltung gegenüber möglichen Großfusionen im deutschen Bankenmarkt.

dpa-afx MAINZ. Nach Ansicht der Deutschen Bank profitieren die Aktien der deutschen Großbanken nur kurzfristig von den neuerlich aufkeimenden Übernahmespekulationen. Diese Entwicklung dürfte "nicht nachhaltig sein", stellte Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz in einer am Freitag in Mainz vorgelegten Studie fest. Er teile die Phantasie nicht, sondern bleibe bei seiner skeptischen Haltung gegenüber möglichen Großfusionen im deutschen Bankenmarkt.

"Nachdem die Börse in den letzten Wochen das Thema Übernahmegerüchte abgehakt hatte und Spekulationen in diese Richtung ignorierte, reagierte der Markt gestern auf die Ankündigung der Deutschen Bank, ergänzende Zukäufe im deutschen Privatkundengeschäft zu planen", schrieb der Aktienexperte. Insbesondere die Aktien von Commerzbank , Hypovereinsbank und Postbank würden als potenzielle Übernahmekandidaten auserkoren und legten im Kurs zu.

Strategisch sinnvoll sei von allen Möglichkeiten nur die Übernahme der Postbank, die als reine Privatkundenbank 11,5 Millionen Kunden besitze. Jedoch sei jüngst ein erster Übernahmeversuch "kläglich gescheitert", kritisierte der Experte. Zudem wäre für die Deutsche Bank nur eine Mehrheitsübernahme von Interesse. Diese hält Kayser jedoch für unrealistisch, weil die Deutsche Post die Mehrheit behalten wolle.

Gegen eine Übernahme von Commerzbank und Hypovereinsbank spricht nach Kaysers Einschätzung nicht nur deren Nein zu einer Fusion. Hohe Überschneidungen im Inlandsgeschäft hätten umfangreiche Restrukturierungen zur Folge. Diese "wirkten abschreckend". Zudem rede die Deutsche Bank von "ergänzenden Zukäufen im Privatkundengeschäft", während der Kauf einer Großbank eine "bedeutende Übernahme" wäre.

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