Furcht vor höherer Schuldenlast
S&P senkt Ausblick für Baden-Württemberg und LBBW

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Montag ihren Ausblick für ihre Bewertung der Bonität von Baden-Württemberg gesenkt. Gleichzeitig nahm S&P den Ratingausblick für bestimmte unbesicherte Obligationen und Hypothekenpfandbriefe der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zurück.

HB FRANKFURT. Der Ausblick für die Ratings sei nun „Negativ“ statt wie bisher „Stabil“, teilte S&P mit. Ein negativer Ausblick bedeutet zwar nicht, dass die Agentur gleich eine Herabstufung des Ratings prüft, er zeigt aber, dass S&P für die kommenden Monate eine Verschlechterung des Ratings für wahrscheinlicher hält als eine Verbesserung. Die Langfristratings des Landes und der Landesbank lauten zurzeit auf die Bestnote „AAA“, die Kurzfristratings auf „A-1+“.

„Der negative Ausblick spiegelt die Befürchtung wider, dass Baden-Württemberg es nicht schaffen könnte, zu niedrigeren Haushaltsdefiziten zurückzukommen, und dass die Schuldenlast weiter zunehmen könnte“, erklärte S&P-Analyst Christian Esters. Sein Kollege Bernd Ackermann führte den gesenkten Ausblick für die Landesbank auf die Rating-Entscheidung für das Bundesland zurück, das für Emissionen der LBBW garantiert. Das dem Rating zu Grunde liegende Profil für das Finanzgeschäft der LBBW habe sich nicht verändert. Anstaltslast und Gewährträgerhaftung hätten zur Folge, dass Änderungen beim Rating des garantierenden Bundeslandes sich auch auf die Bewertung der Landesbank auswirkten.

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