Fusion
New Yorker Börse plant Börsengang

Die New Yorker Börse baut in dem schärfer werdenden Wettbewerb der internationalen Handelsplätze ihre Vormachtstellung aus: Sie übernimmt die elektronische Handelsbörse Archipelago. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC gab grünes Licht für die 9 Milliarden Dollar schwere Fusion.

HB WASHINGTON. Damit erhält die New York Stock Exchange (NYSE) – bereits jetzt die weltgrößte Börse – eine neue High-Tech-Handelsplattform. Bislang werden die Aktien im traditionellen Parketthandel ge- und verkauft. Verbunden ist damit eine tief greifenden Änderung in der 213 Jahre alten Geschichte der Börse: Die NYSE geht nun selbst an die Börse. Erstmals soll die Aktie der neuen Gesellschaft mit der Abkürzung NYX am 8. März gehandelt werden.

„Das ist der Beginn einer neuen Ära für die Börse und Amerikas Finanzmärkte“, erklärte NYSE-Vorstandschef John Thain. Die neue Gesellschaft schaffe die Voraussetzung für höheres Wachstum und den globalen Wettbewerb. Nach dem Börsenskandal von Ende 2003 um eine 188 Millionen Dollar teure Abfindung für den Ex-Börsenchef Richard Grasso wird nun auch das bisherige System der Selbstregulierung der NYSE umgekrempelt. Die Mehrheit der Mitglieder im Verwaltungsrat muss künftig unabhängig vom Management sein. Die Ausschüsse, die unter anderem für die Abfindungen von Managern zuständig sind, müssen komplett aus unabhängigen Mitgliedern zusammengesetzt sein.

In der zersplitterten europäischen Börsenlandschaft hatte in der vergangenen Woche die Deutsche Börse in Frankfurt am Main einen neuen Fusionsanlauf zur Schaffung einer europäischen Superbörse gestartet: Dieses Mal mit der Vier-Länder-Börse Euronext nach den gescheiterten Versuchen mit der Londoner Stock Exchange. Allerdings seien nur erste Gespräche und noch keine Verhandlungen geführt worden, wie Vorstandschef Reto Francioni betonte.

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