Aktien
Fusionsgerüchte treiben Julius Bär und Sarasin in die Höhe

Fusionsgerüchte haben die Aktien der beiden Schweizer Privatbanken Julius Bär Holding und Sarasin & Cie Bank am Freitag kräftig nach oben getrieben. Das Gerücht sei zwar nicht neu, erscheine aber zunehmend stichhaltiger, sagten Händler.

dpa-afx ZÜRICH. Fusionsgerüchte haben die Aktien der beiden Schweizer Privatbanken Julius Bär Holding und Sarasin & Cie Bank am Freitag kräftig nach oben getrieben. Das Gerücht sei zwar nicht neu, erscheine aber zunehmend stichhaltiger, sagten Händler. Marktteilnehmern zufolge könnte der Zusammenschluss der beiden traditionsreichen Finanzinstitute schon in der kommenden Woche spruchreif werden. Julius Bär war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, Sarasin wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.

Bis Handelschluss stiegen die im Swiss-Market-Index (SMI) notierten Papiere von Julius Bär um 8,43 Prozent auf 90,65 Schweizer Franken, während die Namensaktien von Sarasin um 2,83 Prozent auf 2 725 Franken zulegten. Der SMI verlor 0,33 Prozent auf 6 532,07 Punkte.

Eine Fusion der beiden Banken mache theoretisch sicher einen gewissen Sinn, meinte ein Experte. In der praktischen Umsetzung sei ein solches Unterfangen aber eher problematisch, da die niederländische Rabobank eine strategische Beteiligung von 28,1 Prozent des Kapitals und 16,3 Prozent der Stimmen an Sarasin halte. Die Stimmenmehrheit von 52,3 Prozent liege hingegen im Besitz der Eichbaum Holding. Die Rabobank hätte also bei einem Angebot ein gewichtiges Wort mitzureden, weshalb die Übernahme von Sarasin teuer werden könnte, sagte er.

Da die beiden Banken in sehr ähnlichen Bereichen tätig seien, würde mit Blick auf die Kosten eine Fusion durchaus Sinn machen. Allerdings befänden sich beide Institute in einer Phase der Wachstumsschwäche, und es sei fraglich, ob ein Zusammenschluss diese Probleme auf einen Schlag lösen könne, hieß es zudem am Markt.ra/AWP/mag/ck

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