Generika-Hersteller
Analysten schätzen Stada

Auch nach den jüngsten Kursverlusten halten Analysten an Stada fest. Obwohl der Generika-Hersteller Stada die Preise für seine Medikamente deutlich senkt, gilt die Aktie als chancenreich.

FRANKFURT. Die Aktie hatte aufgrund der überraschenden Preissenkungen der Konkurrenz vorübergehend rund 30 Prozent eingebüßt. Die zum Schweizer Pharmakonzern Novartis gehörenden Generika-Hersteller Sandoz und Hexal hatten Ende Mai angesichts des Arzneimittelsparpakets der Bundesregierung angekündigt, patentfreie Medikamente erheblich billiger anzubieten.

Die Nummer drei der deutschen Generika-Branche zog nach und senkt die Preise für 110 Wirkstoffe – teilweise um mehr als 50 Prozent. Das Gesamtvolumen der Preissenkung betrage auf Jahressicht rund 32 Mill. Euro, teilte Stada mit. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern rund eine Mrd. Euro umgesetzt. Hintergrund sind neue gesetzliche Regelungen, wodurch für viele Kassenpatienten die Zuzahlungspflicht bei besonders preisgünstigen Medikamenten entfällt.

Nachdem die Anleger aus Furcht vor einem Preiskrieg zunächst Aktien der betroffenen Unter verkauft hatten, hat sich die Stimmung mittlerweile wieder etwas gedreht. Die Analysten sehen den MDax-Wert mehrheitlich positiv. Nur ein geringer Teil rät: „verkaufen“.

„Wir haben die Aktie auf ‚kaufen' hochgestuft“, sagt Analyst Markus Konstanti vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Die Marktreaktionen seien übertrieben gewesen. Mit dieser Meinung steht er nicht allein, auch die Analysten der Deutschen Bank bewerten die Aktie mit „kaufen“. Allerdings wurde das Kursziel von 40 auf 37 Euro gesenkt. Die Stimmung sei zwar getrübt, aber das Chance-Risiko-Profil der Aktie habe sich erheblich verbessert. Das mögliche Gewinnwachstum schätze man auf über 20 Prozent pro Jahr.

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