Geplanter Börsengang
Hess-Aktien vermutlich günstiger zu haben

Der Schwarzwälder Straßen- und Hausbeleuchtungs-Hersteller Hess muss sich bei seinem Börsengang voraussichtlich mit einem niedrigen Verkaufspreis für seine Aktien begnügen.
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FrankfurtDabei hatte das Unternehmen aus Villingen-Schwenningen bei der Preisspanne bereits Abstriche gemacht. Kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist wurden im vorbörslichen Graumarkt am Dienstag Kurse von 16,40 bis 17,00 Euro gestellt. Offiziell werden bis zu 2,645 Millionen Aktien noch bis Dienstagmittag zu je 15,50 bis 18,50 Euro angeboten. Der Zuteilungspreis wird am Abend erwartet. Die Erstnotiz im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse ist für Donnerstag geplant.

"Die Nachfrage ist ziemlich zurückgegangen, nachdem die Preisspanne gesenkt wurde", sagte Händler Stefan Chmielewski von Lang & Schwarz. Nun machten sich offenbar weniger Anleger Hoffnung auf schnelle Zeichnungsgewinne. "Am Montag hat es einige Verkäufe gegeben." Bei Lang & Schwarz lagen die Graumarkt-Kurse für Hess-Aktien zwischen 16,41 und 16,59 Euro, beim Börsenmakler Schnigge bei 16,40 bis 17,00 Euro.

Ursprünglich hatte die Familie von Vorstandschef Christoph Hess, die bisher 71,4 Prozent an dem Unternehmen hält, die Aktien für 20 bis 23 Euro verkaufen wollen. In der gesenkten Preisspanne wird Hess mit 81 bis 96 Millionen Euro bewertet. Die Landesbank LBBW, die den Börsengang federführend begleitet, hatte in einer Studie eine Bewertungsspanne für den gesamten Aktienbestand von 64 bis 98 Millionen Euro für angemessen gehalten.

Bei einem Ausgabepreis von 17 Euro würde das Unternehmen für die gut 50 Prozent der Aktien, die an die Börse kommen, brutto 39,1 Millionen Euro einnehmen. Das Geld soll in die Expansion und den Ausbau des LED-Leuchten-Geschäfts fließen, zudem will Hess Schulden tilgen. An die Familie fließt nur der Erlös aus der Platzierungsreserve. Der im vergangenen Jahr mit 28,6 Prozent eingestiegene Finanzinvestor Holland Private Equity gibt keine Aktien ab. Hess setzt auf den erzwungenen technologischen Wandel bei Straßenleuchten. Die weit verbreiteten Quecksilberdampf-Lampen müssen bis 2015 in Europa ersetzt werden. Sie sollen von LED-Lampen abgelöst werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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