Gerry Weber
Rekordgewinn, Rekordkurs, Rekorddividende

Die Aktie des Modekonzerns Gerry Weber gehört seit Monaten zu den besten Papieren am deutschen Aktienmarkt und klettert von einem Rekordkurs zum nächsten. Auch operativ läuft es blendend. Das bringt den Aktionären jetzt einen zusätzlichen Ertrag. Für das laufende Geschäftsjahr will Gerry Weber so viel Dividende zahlen wie noch nie.
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HB DÜSSELDORF. Dem angekündigten Rekordgewinn des Modekonzerns Gerry Weber soll eine Rekorddividende folgen. Die Aktionäre sollen für das im Oktober geendete Geschäftsjahr 1,10 Euro je Aktie erhalten und damit 25 Cent mehr als für 2008/09, wie der westfälische Konzern am Dienstag mitteilte. Gerry Weber hat die Geschäftszahlen 2009/10 noch nicht veröffentlicht. Die von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Dividende legt aber nahe, dass die angepeilten Rekordwerte erreicht wurden. Anfang Januar will der Konzern nach Angaben von Finanzvorstand Hans-Dieter Kley die Bilanz veröffentlichen.

Für die Aktionäre des Modekonzerns ist die hohe Dividende eine weitere frohe Botschaft. Die Aktie des westfälischen Unternehmens befindet sich seit März 2009 in einem steilen Aufwärtstrend. Von 15 Euro ging es seither auf 35,70 Euro hoch. Allein im laufenden Jahr hat das Papier, das zurzeit weniger als zwei Prozent unter seinem Rekordstand notiert, 58 Prozent an Wert gewonnen.

Und Analysten äußern sich unverändert positiv zu Gerry Weber. Zwar hat im September mit HSBC erstmals in diesem Jahr eine Bank ihr Anlageurteil für HSBC auf "neutral" zurückgenommen und rät wegen der starken Kursentwicklung nicht mehr zum Kauf. Insgesamt stufen aber nach wie vor neun von zehn Experten die Aktie mit "kaufen" ein.

Grund für weiteres Kurspotenzial könnte womöglich die Spekulation auf einen Aufstieg der Aktie vom SDax in den MDax liefern. In den letzten Monaten habe sich Gerry Weber im Index-Ranking der Deutschen Börse stetig hochgeklettert und habe sich dem MDax immer mehr genähert, schrieb Analystin Rabeya Khan von der Investmentbank Close Brothers Seydler vergangene Woche in einer Studie. Trotz der guten Kursentwicklung sieht sie noch weiteren Platz für eine Kurssteigerung innerhalb der nächsten sechs Monate.

Für 2009/10 hatte sich der Vorstand einen Umsatz von 620 (Vorjahr: 594) Millionen Euro zum Ziel gesetzt und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 13 (12) Prozent. Damit würde das Ebit 81 (63) Millionen Euro erreichen. Das Management sieht kein Ende des Wachstums.

Prall gefüllte Orderbücher für die Frühjahr-/Sommersaison stimmten ihn zuletzt vielmehr noch optimistischer für 2010/11. Der Umsatz soll auf 685 Millionen Euro steigen statt lediglich auf 660 Millionen. Der Gewinn soll überproportional zulegen. Der Konzern hatte in der Krise zunehmend Kundinnen aus dem Luxussegment gewonnen und profitiert zudem von den in Eigenregie geführten Geschäften.

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