Gerüchte

Rätseln um Facebooks Altaktionäre

Was ist los mit Facebook, und was wissen die Banken, was sie uns nicht sagen wollen? Laut Medienberichten sollen mehrere Banken kurz vor Börsenstart ihre Prognosen für das soziale Netzwerk heruntergesetzt haben.
Update: 23.05.2012 - 10:25 Uhr 35 Kommentare

Facebook-Aktien auf Talfahrt

Auch am dritten Tag in Folge geht es für die Facebook-Aktie an der Börse gnadenlos abwärts, und immer undurchsichtiger werden die Details des drittgrößten Börsengangs der US-Geschichte. Er hat insgesamt 16 Milliarden Dollar in die Kassen der Alt-Investoren und des Unternehmens gespült und den beteiligten Banken 167 Millionen Dollar an Gebühren beschert. Den neuen Aktionären blieben bislang hingegen nur Kursverluste. Am Mittwoch fiel der Kurs der in Frankfurt gehandelten Papiere erneut um drei Prozent.

Das soziale Netzwerk mit seinen inzwischen mehr als 900 Millionen Mitgliedern einen der übelsten Börsengänge der vergangenen Jahre hin. Nach Daten des Anbieters Dealogic ist kein anderer US-Börsengang im Milliardenbereich seit 2007 so schlecht gelaufen.

Nach Informationen von CNBC hat die führende Bank bei der Aktienemission, Morgan Stanley, nur Tage vor der Erstnotiz und während der Roadshow, bei der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sein Unternehmen vor Investoren präsentiert hat, die Umsatzschätzungen für Facebooks laufendes Quartal und für das gesamte Geschäftsjahr zurückgenommen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits kurz zuvor von angeblichen Abwärtskorrekturen berichtet.

Diese Informationen wurden mit Kunden der Unternehmen geteilt, aber nicht mit der Öffentlichkeit. Das war den Instituten allerdings auch nicht möglich: per Börsengesetz ist es den am Börsengang beteiligten Banken verboten vor dem Ablauf von 40 Tagen nach der Erstnotiz ihre Analysen zu veröffentlichen. Morgan Stanley wollte zu den Berichten keine Stellung beziehen.

„Sie haben die Änderungen während der Roadshow vorgenommen“, zitiert CNBC einen ungenannten Investor, der angeblich zu den von der Großbank informierten Anlegern gehört. „So was habe ich in zehn Jahren noch nicht erlebt.“

Der Nachrichtensender war nicht in der Lage, eine aktuelle Kopie der Analyse zu bekommen um die Zahlen zu verifizieren, aber die Quellen berichteten von einer angeblich „signifikanten“ Zurücknahme der Umsatzschätzungen für das laufende Quartal und einer Abwärtskorrektur für das Gesamtjahr.

Immer mehr Fragen kommen auf
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35 Kommentare zu "Gerüchte: Was wissen Facebooks Altaktionäre?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nicht Sie haben sich zu Wort gemeldet, sie empfehlen nur und überlassen das kreative Denken den anderen - wohl um Ihre mangelnde Freiheit des Denkens durch dicke Empfehlungslisten zu kompensieren und zu demonstrieren - aber was hat das eigentlich hier zu suchen?

  • Visitor

    >> das ist Credo aller faschistoiden Systeme
    >> von der mittelalterlichen Kirche bis zur
    >> Tea-Party, vom Islamismus bis zu den
    >> Öko-Fundamentalisten

    Oha, ich hatte mich zwar über den "freien Willen" zu Wort gemeldet, aber schön, daß Sie den Beweis antreten, daß es mit dem "Denken" wohl auch nicht so weit her zu sein scheint.

    Viel Spaß noch mit Ihren "faschistoiden Systemen".

  • Ich glaube mich zu entsinnen, daß es vor 1 - 2 Jahren ein Private Placement mit vorbörslichen Facebook-Aktien gege-ben hat, die innerhalb von wenigen Stunden vergriffen waren. Und die Superreichen (und ihre Depotbanken) wollten jetzt Kasse machen, verständlicherweise. Ich habe keinerlei Mitleid mit denjenigen, die am IPO-Tag dabeisein wollten: alle Zeitungen hatten die Börsenbewertung erwähnt, und die war für ein Unternehmen ohne funktionie-rendes Geschäftsmodell eine an die Internetblase erinnernde.

  • @ Daytrader wave: wenn du an freien Markt glaubst, dann musst du wirklich sehr naiv sein. Diese ganzen Banken Rettungen durch die Gelder der Steuerzahler sind alles andere als freier Markt. Der freie Markt gilt nur für den kleinen nicht für too big to fails!!!
    Dabei unterschätzt du die manipolative Intelligenz der mächtigen Marktgestalter, das sind die Zockerabteilungen der Banken und Hedgfonds.

  • Börsengang von FB zu diesem Ausgabepreis ist eigentlich legaler Betrug.
    Man kann natürlich sagen, wer's kauft ist selber Schuld.
    Das stimmt aber nur bedingt. Ich will nicht wissen, wie viele Fondmanager Kundengelder in FB angelegt haben.
    Reine Abzocke!

  • @beobachter
    Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich auch nur einen Cent in FB investiert habe?
    Bitte meinen Kommentar genau lesen!
    Wer in einen solchen Laden "investiert" hat von Börse keine Ahnung und sollte lieber gleich ins Casino. Dort sind die Chancen wenigstens mathematisch berechenbar. Die Kurse von FB werden von den Banken zusätzlich noch manipuliert sog. "Kurspflege".

  • Gute Frage ! ;-)

    Wer am 12.05. den Heise-Newsticker gelesen hatte, konnte sich sein eigenes Bild über die geplante Abzocke machen:

    Zitat:"Facebook-Mitgründer gibt US-Staatsbürgerschaft auf"

    "Facebooks Börsengang wird Mitgründer Eduardo Saverin zum Milliardär machen – und er sorgt auf ungewöhnliche Weise dafür, dass er möglichst viel davon hat. Der 30-jährige gibt seine US-Staatsbürgerschaft auf, um seine Steuerrechnung zu senken. Saverin plane, bis auf weiteres in Singapur zu wohnen, erklärte sein Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag."

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Mitgruender-gibt-US-Staatsbuergerschaft-auf-1574373.html

  • @hardy

    Ja ja, das ist Credo aller faschistoiden Systeme von der mittelalterlichen Kirche bis zur Tea-Party, vom Islamismus bis zu den Öko-Fundamentalisten: "Ihr könnt sowieso nicht denken, also lasst es bleiben und glaubt einfach uns!" Dies kommt dem weit verbreiteten Hang zur Denkfaulheit -das Bildungssystem läßt grüßen- entgegen, was Existenzgrundlage vieler Branchen ist, von der allgegenwärtigen Verblödungsmaschinerie diverser Medien bis zu den institutionalisierten Lügnern aus den Marketingabteilungen!

  • Tja war doch auch klar, das es am Anfang so kommt.
    Die Institutionellen Anleger können früh Zeichnen und verkaufen auf Kosten der Kleinanleger. Wenn dann nicht genügend Kaufdruck besteht, weil realisiert wird das es eine Blase ist, dann rauscht es halt Bergab. Ich bin froh das ich keine Aktien von FB gekauft habe. Mein Bauchgefühl sei Dank. Wichtig ist sich nicht verarschen zu lassen. Sichere Gewinne die Propagiert werden gibt es nun mal nicht. Mich ärgert nur das wieder dumme gefunden wurden,die darauf reinfallen. Das ist schlichtweg arglistige Täuschung...

  • Erst haben die Leute mit FACEBOOK ihre Zeit verschwendet
    ... und jetzt auch noch ihr Geld

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