Gerüchte
Was wissen Facebooks Altaktionäre?

Was ist los mit Facebook, und was wissen die Banken, was sie uns nicht sagen wollen? Laut Medienberichten sollen mehrere Banken kurz vor Börsenstart ihre Prognosen für das soziale Netzwerk heruntergesetzt haben.
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Auch am dritten Tag in Folge geht es für die Facebook-Aktie an der Börse gnadenlos abwärts, und immer undurchsichtiger werden die Details des drittgrößten Börsengangs der US-Geschichte. Er hat insgesamt 16 Milliarden Dollar in die Kassen der Alt-Investoren und des Unternehmens gespült und den beteiligten Banken 167 Millionen Dollar an Gebühren beschert. Den neuen Aktionären blieben bislang hingegen nur Kursverluste. Am Mittwoch fiel der Kurs der in Frankfurt gehandelten Papiere erneut um drei Prozent.

Das soziale Netzwerk mit seinen inzwischen mehr als 900 Millionen Mitgliedern einen der übelsten Börsengänge der vergangenen Jahre hin. Nach Daten des Anbieters Dealogic ist kein anderer US-Börsengang im Milliardenbereich seit 2007 so schlecht gelaufen.

Nach Informationen von CNBC hat die führende Bank bei der Aktienemission, Morgan Stanley, nur Tage vor der Erstnotiz und während der Roadshow, bei der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sein Unternehmen vor Investoren präsentiert hat, die Umsatzschätzungen für Facebooks laufendes Quartal und für das gesamte Geschäftsjahr zurückgenommen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits kurz zuvor von angeblichen Abwärtskorrekturen berichtet.

Diese Informationen wurden mit Kunden der Unternehmen geteilt, aber nicht mit der Öffentlichkeit. Das war den Instituten allerdings auch nicht möglich: per Börsengesetz ist es den am Börsengang beteiligten Banken verboten vor dem Ablauf von 40 Tagen nach der Erstnotiz ihre Analysen zu veröffentlichen. Morgan Stanley wollte zu den Berichten keine Stellung beziehen.

„Sie haben die Änderungen während der Roadshow vorgenommen“, zitiert CNBC einen ungenannten Investor, der angeblich zu den von der Großbank informierten Anlegern gehört. „So was habe ich in zehn Jahren noch nicht erlebt.“

Der Nachrichtensender war nicht in der Lage, eine aktuelle Kopie der Analyse zu bekommen um die Zahlen zu verifizieren, aber die Quellen berichteten von einer angeblich „signifikanten“ Zurücknahme der Umsatzschätzungen für das laufende Quartal und einer Abwärtskorrektur für das Gesamtjahr.

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Kommentare zu " Gerüchte: Was wissen Facebooks Altaktionäre?"

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  • Nicht Sie haben sich zu Wort gemeldet, sie empfehlen nur und überlassen das kreative Denken den anderen - wohl um Ihre mangelnde Freiheit des Denkens durch dicke Empfehlungslisten zu kompensieren und zu demonstrieren - aber was hat das eigentlich hier zu suchen?

  • Visitor

    >> das ist Credo aller faschistoiden Systeme
    >> von der mittelalterlichen Kirche bis zur
    >> Tea-Party, vom Islamismus bis zu den
    >> Öko-Fundamentalisten

    Oha, ich hatte mich zwar über den "freien Willen" zu Wort gemeldet, aber schön, daß Sie den Beweis antreten, daß es mit dem "Denken" wohl auch nicht so weit her zu sein scheint.

    Viel Spaß noch mit Ihren "faschistoiden Systemen".

  • Ich glaube mich zu entsinnen, daß es vor 1 - 2 Jahren ein Private Placement mit vorbörslichen Facebook-Aktien gege-ben hat, die innerhalb von wenigen Stunden vergriffen waren. Und die Superreichen (und ihre Depotbanken) wollten jetzt Kasse machen, verständlicherweise. Ich habe keinerlei Mitleid mit denjenigen, die am IPO-Tag dabeisein wollten: alle Zeitungen hatten die Börsenbewertung erwähnt, und die war für ein Unternehmen ohne funktionie-rendes Geschäftsmodell eine an die Internetblase erinnernde.

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