Gewinn steigt
Hamburger Hafen für Börsengang gerüstet

Nach einem Gewinnsprung im ersten Halbjahr fühlt sich die Hamburger Hafengesellschaft HHLA bereit für einen Börsengang Anfang November. Obwohl sich der HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters optimistisch gibt, ziehen am Horizont aber dunkle Wolken auf.

HB FRANKFURT. „Nach dem Rekordjahr 2006 und den abermals verbesserten Zahlen des ersten Halbjahres 2007 sind wir für den Börsengang bestens vorbereitet“, sagte Peters am Donnerstag. Das frische Kapital vom Aktienmarkt - Experten schätzen das Volumen der Emission auf über eine Milliarde Euro - will die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in Containerterminals, das Hinterlandnetzwerk und in Logistikaktivitäten investieren.

In den ersten sechs Monaten steigerte die HHLA an den Häfen Hamburg, Lübeck und Odessa das Umschlagsvolumen um 13,9 Prozent auf über 3,5 Millionen Standardcontainer. Der Konzernumsatz kletterte um 15,7 Prozent auf 561,3 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern legte das Ergebnis (Ebit) im ersten Halbjahr um 52,9 Prozent auf 138,8 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 79,3 Millionen Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von gut 70 Prozent.

Die Hafenbetreiber profitierten vom boomenden Welthandel. Allerdings könnte die Weltkonjunktur wegen der US-Immobilien- und Kreditkrise in der zweiten Jahreshälfte an Schwung verlieren.

Die Hansestadt Hamburg will einen rund 30-prozentigen Anteil der HHLA bei institutionellen und privaten Anleger unterbringen. Ursprünglich hatte der Hamburger Senat den Verkauf von bis zu 49,9 Prozent angestrebt. Das Bieterverfahren zum Verkauf an Investoren wurde nach massiven Protesten der Belegschaft aber aufgegeben. Für den Hafen-Ausbau werden früheren Angaben zufolge bis 2015 rund 2,9 Milliarden Euro benötigt. Zwei Milliarden davon sind in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt gedeckt. Den Rest soll der Börsengang in die Kassen spülen.

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