Glücksspielkonzern
Novomatic prüft milliardenschweren Börsengang für 2018

Der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic plant frühestens im kommenden Jahr einen Börsengang. Das Unternehmen prüfe alle Finanzierungsvarianten, betont Vorstandschef Neumann im Gespräch mit dem Handelsblatt.
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Wien/DüsseldorfEuropas größter Glücksspielanbieter Novomatic wagt noch nicht in diesem Jahr den Gang auf das Frankfurter Börsenparkett. „Heuer ist keine Kapitalmarkttransaktion geplant“, sagte Vorstandschef Harald Neumann dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). „Wir sind gerade dabei, eine große Transaktion in Australien abzuschließen, und darüber hinaus ist das regulatorische Umfeld in einigen Kernmärkten im Umbruch.“ Nach Angaben von Unternehmensinsidern wollte der Spielautomatenhersteller und Onlinespiele-Anbieter ursprünglich mehr als 1,5 Milliarden Euro einnehmen.

Ob der nahe Wien ansässige Konzern im kommenden Jahr an die Börse gehen könnte, ließ der Novomatic-Chef offen. „Wir werden unsere grundsätzliche Entscheidung von unserem Finanzierungsbedarf, branchenspezifischen Entwicklungen in unseren Kernmärkten und dem allgemeinen Kapitalmarktumfeld abhängig machen“, so Neumann. Ein Börsengang im Jahr 2018 bleibt also eine Option.

Novomatic hat mehr als 25.000 Mitarbeiter und ist in über 70 Ländern tätig. Der Unternehmer Johann F. Graf hatte die Firma 1980 gegründet. Die Familie des heute 70-jährigen Wieners besitzt fast alle Anteile des Konzerns.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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