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Goldman Sachs senkt Gewinnprognosen für Siemens - weiter 'Outperform'

Goldman Sachs hat die Gewinnprognosen für Siemens wegen der Ankündigung höherer Verluste in den Sparten Siemens Business Services (SBS) und Mobilfunk für 2006 und 2007 gesenkt.

dpa-afx LONDON. Goldman Sachs hat die Gewinnprognosen für Siemens wegen der Ankündigung höherer Verluste in den Sparten Siemens Business Services (SBS) und Mobilfunk für 2006 und 2007 gesenkt. Der erwartete Gewinn je Aktie (EPS) für das Geschäftsjahr 2005 (Ende September) sei von 3,65 auf 3,45 Euro reduziert worden. Für das folgende Geschäftsjahr sei das EPS von 4,62 auf 4,49 Euro gesenkt worden, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Zugleich wurde die Aktie mit "Outperform" bestätigt.

Die Analysten hoben in ihrer Studie außerdem das Vorhaben des Technologie-Konzerns hervor, künftig über Zukäufe weiter wachsen zu wollen. Diese Ankündigung lasse darauf schließen, dass Siemens dies bald umsetzen und dadurch neue Werte schaffen werde, hieß es. "In jedem Fall benötige der Aktienkurs Aktivitäten", schrieben die Experten und verwiesen dabei auf sich schwach entwickelnde Sparten. Das derzeitige Risiko/Gewinn-Verhältnis sehe aber attraktiv aus, weshalb das Aktienurteil beibehalten werde.

Die wegen Akquisitionen bereits investierten 5,4 Mrd. Euro im Blick, verblieben Siemens in den nächsten zweieinhalb Jahren noch insgesamt 14 Mrd. Euro für weitere Zukäufe oder Ausschüttungen an die Aktionäre. Ein höherer Kapitalrückfluss an die Anteilseigner sei garantiert und wahrscheinlich, auch wenn dies über mehrere Jahre hinweg erfolgen dürfte, schrieben die Experten.

Eine Bedrohung für das Wachstum bei Siemens wäre es allerdings, wenn das europäische Wirtschaftswachstum ins Stocken gerate. Auch wenn der Siemens-Konzern gezeigt habe, dass es ihm gelingt, in seinem Wachstum die träge deutsche Wirtschaft zu überflügeln, dürfte ein weiteres Abflachen der Wirtschaftsentwicklung auch das Wachstum von Siemens drosseln.

Gemäß der Einstufung "Outperform" geht Goldman Sachs davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten besser als der Durchschnitt der von den Analysten beobachteten Werte entwickeln wird.

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

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