Grippe-Impfstoff Tamiflu und Krebsmedikamente Avestin und Herceptin entwickeln sich zu Kassenschlagern
Roche-Aktie profitiert von Innovationen

Die Vogelgrippe ist in Europa angekommen. Am vergangenen Wochenende gab es erste Meldungen von erkrankten Tieren in Rumänien und in der Türkei. Sollte sich der Virus weiter ausweiten, dürfte das den Pharmakonzernen kräftig Geld in die Kassen spülen. Besonders Roche dürfte profitieren. Denn das Unternehmen verkauft mit Tamiflu eines der beiden am Markt verfügbaren Impfstoffe.

DÜSSELDORF. Die Erwartung, dass das Mittel bald ein begehrtes und knappes Gut wird, hatte bereits für einen Anstieg des Aktienkurses auf ein Allzeithoch gesorgt. Analysten sind allerdings uneins darüber, ob der Aufwärtstrend anhalten wird.

Das Grippemittel Tamiflu hatte sich zum Kassenschlager entwickelt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation es zum Schutz vor einer massenhaften Verbreitung der Vogelgrippe empfohlen hatte. Allein im ersten Halbjahr 2005 kletterte der Umsatz um 363 Prozent auf 580 Mill. Franken. US-Präsident George Bush kündigte zudem in der vergangenen Woche an, 3,6 Mrd. Dollar für den Kauf von Medikamenten gegen den Virus ausgeben zu wollen. Zu erwarten ist, dass die amerikanische Regierung dabei auf Tamiflu zurückgreifen wird, da es den Ruf als bestes Mittel am Markt hat.

Das Pharmaunternehmen Glaxo stellt mit Relenza zwar ebenfalls ein antivirales Präparat her. Dieses ist allerdings rund zwei Jahre weniger haltbar als das Präparat von Roche. „Sollten die Amerikaner Tamiflu kaufen, dürfte das der Aktie noch einmal einen Schub geben“, sagt Andreas Theisen, Analyst der WestLB. Andere Experten sind weniger optimistisch. Der Kurs werde nun eine Verschnaufpause einlegen, sagt Michael Leacock vom japanischen Wertpapierhandelshaus Nomura. Die operativen Aussichten seien bereits im Kurs enthalten. Seit Anfang des Jahres hat die Aktie um rund 50 Prozent zugelegt.

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