Größte Neuemission des Jahres
„Delivery Hero dürfte Strahlkraft haben“

Delivery Hero ist erfolgreich an der Frankfurter Börse gestartet. Im Handelssaal sind die Mitarbeiter des Essen-Lieferdienstes in Feierlaune. Firmenchef Östberg bekennt: „Es dauert etwas, um unsere Story zu verstehen.“
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FrankfurtEs ist der erfolgreiche Abschluss des größten heimischen Börsenganges der vergangenen drei Jahre: Die Aktien des Essens-Lieferdienstes Delivery Hero haben am Freitag bei ihrem Debüt an der Frankfurter Börse zunächst deutlich zugelegt. Der erste Kurs des Unternehmens aus der Start-up-Schmiede Rocket Internet wurde zum Handelsstart mit 26,90 Euro festgestellt. Das war ein Aufschlag von fünfeinhalb Prozent zum Ausgabepreis der mehrfach überzeichneten 39 Millionen Aktien.

Delivery Hero-Chef Niklas Östberg läutete zum Auftakt die Glocke im Handelssaal der Frankfurter Börse – begleitet von einem lang anhaltenden Regen roter und weißer Konfettistreifen. Unterstützt wurde der 37-Jährige Schwede dabei von Börsenchef Carsten Kengeter. Mitgebracht hatte Östberg Dutzende – so wie er selbst – meist leger gekleidete Mitstreiter aus den Reihen der internationalen Marken von Delivery Hero. Dazu auch Angehörige und Familienmitglieder unterschiedlichster Altersklassen, die auf dem Parket für ein buntes Bild und ausgelassene Stimmung sorgten.

Angeregte Gespräche und gegenseitige Glückwünsche – auf Englisch, Spanisch, Italienisch. Eltern manövrieren Buggys an die Stehtische mit den obligatorischen Willkommenshäppchen. Immer wieder bilden sich Selfie-Gruppen – im Hintergrund die Anzeigetafeln. Krawattenträger sind unterrepräsentiert an diesem Handelstag. „Das Bild erinnert fast schon an die Jahrtausendwende – die Zeit des Neuen Marktes“, sagt ein Mitarbeiter der Börse. Beim Debüt der Restaurantkette Vapiano am Dienstag hätte ja diese Woche bereits einmal Feierlaune im Haus geherrscht – doch das, was Delivery Hero nun veranstaltet habe, gehe noch darüber hinaus.

Im frühen Handel rutschte der Aktienkurs vorübergehend bis auf 25,26 Euro zurück, bevor er wieder Richtung Erstnotiz zurückkletterte. Das 2011 gegründete Unternehmen, das Restaurants und ihre Kunden mithilfe von Apps verbindet, hatte die Preisspanne voll ausgereizt und die Aktien zu 25,50 Euro zugeteilt.

Schon am Vortag war ein Kursgewinn für Anleger absehbar gewesen, die Anteilsscheine des Unternehmens gezeichnet und zugeteilt bekommen hatten: Vorbörslich waren die Papiere bereits am Donnerstagabend mit einem über fünfprozentigen Aufschlag zum Ausgabepreis bei rund 26,80 Euro gehandelt worden.

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  • auch weil das Unternehmen trotz großer Verluste hoch bewertet wurde – mit knapp 4,4 Milliarden Euro bewertet..bei200Millionen Verlust eher bescheiden der Wert. Ich empfehle 400 Millionen Verlust und einen Wert von 9 Milliarden.

  • Die Aktie erscheint mir eher als eine überteuerte Tulpenzwiebel.

  • Vielleicht bin ich ja etwas altmodisch aber was bitte veranlasst einen dazu die Aktie eines Unternehmens zu kaufen das 2016 bei 297 Millionen Umsatz 200 Millionen Verlust eingefahren hat ? Der Begriff Hoffnungs"wert" bezeichnet hier die Hoffnung auf irgendeinen Wert, die stirbt ja bekanntlich als letztes.

    Grahams Intelligent Investor definiert IPO so :

    "It`s probably Overprieced,
    Imaginary Profits Only,
    Insiders`Private Opportunity, or
    Idiotic, Preposterous, and Outrageous."

    Was soll ich sagen das Buch ist nicht nur wegen seines Alters ein Klassiker.

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