Größter britischer Börsengang
Standard Life feiert gelungenen Börsen-Einstand

Der britische Versicherer Standard Life ist am Montag erfolgreich an der Londoner Börse gestartet. Die Aktien kletterten zeitweise um 6,5 Prozent über den Ausgabepreis, am Nachmittag lagen sie mit einem Plus von mehr als fünf Prozent bei etwa 242 Pence.

HB LONDON. Der Börsengang, bei dem der Versicherer 1,1 Milliarden Pfund (knapp 1,6 Milliarden Euro) eingenommen hat, war der größte des Landes seit sechs Jahren. Mit dem Schritt auf das Handelsparkett endet bei Standard Life eine rund 80-jährige genossenschaftliche Eigentümerstruktur.

Analysten äußerten sich dementsprechend zufrieden. Der Ausgabepreis habe auf dem richtigen Niveau gelegen, sagte Gary Jones von Aberdeen Asset Management. Ihm zufolge werden die Papiere wohl auf diesem Niveau bleiben oder zulegen. Ein weiterer Analyst äußerte sich hingegen zurückhaltender. „Standard Life muss sich in den nächsten sechs bis neun Monaten behaupten“, sagte Mark Durling von Brewin Dolphin. Der Versicherer ist nach massiven Kosteneinsparungen und Umstrukturierungen 2005 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Den Börsengang hatte Standard Life 2004 angekündigt.

Das Handelsvolumen erreichte am Montagvormittag 105 Millionen Aktien, das waren grob ein Sechstel aller Aktien, die auf dem britischen Markt umgesetzt wurden. Standard Life hatte die Spanne für den Ausgabepreis im vergangenen Monat auf 210 bis 270 Pence angesetzt. Damit wurde das Unternehmen mit bis zu 5,25 Milliarden Pfund bewertet. Der konkrete Ausgabepreis lag dann bei 230 Pence. Das Unternehmen hatte am Freitag erklärt, das Angebot für institutionelle Anleger sei dreifach überzeichnet.

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