Großer Aktiencheck So schlagen Sie die Inflation

Wer sich vor Inflation schützen will, braucht Aktien. Doch mit welchen Papieren können Anleger ein Vermögen anhäufen, ohne allzu große Risiken einzugehen? Eine neue Studie zeigt die besten aus insgesamt 9.000 Aktien.
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Die Aktienauswahl ist keine Hexerei. Allein Glück reicht jedoch nicht aus. Quelle: dpa

Die Aktienauswahl ist keine Hexerei. Allein Glück reicht jedoch nicht aus.

(Foto: dpa)

Düsseldorf"Na ja, es könnte schlimmer sein", sagte Britta Quoka, als sie, wie Millionen Deutsche, jetzt die Prognose für ihre Rente bekam. 2100 Euro ab 2041 – wenn sie weiter einzahlt wie bisher. Damit käme die Rheinländerin über die Runden. Aber würde sie auch noch reisen oder ausgehen können? Was, wenn Miete, Heizung, Benzin weiter so schnell teurer werden wie in den letzten Jahren? 31 Jahre sind eine lange Zeit.

Sie suchte einen Finanzberater auf. Der rechnete vor: Schon bei nur drei Prozent Inflation bis 2031 hätten Quokas 2100 Euro nur noch eine Kaufkraft von 840 Euro. Quoka besitzt zwar eine Lebensversicherung und legt jeden Monat 200 Euro aufs Tagesgeldkonto. Dessen Zinsen aber gleichen nicht mal die aktuelle Niedriginflation aus; und die Lebensversicherung schickt Jahr für Jahr eine schmalere Gewinnprognose. Der Berater schlägt vor, in Aktien zu investieren.

Und so eröffnet Quoka einige Tage später ein Depot. 10.000 Euro, die sie in Aktien stecken will, zieht sie vom Konto ab, jeden Monat kommen 150 Euro in einen Aktienfonds. Damit liegt Quoka im Trend: Erstmals seit 2001 steigt die Zahl der Aktionäre wieder: Knapp zwei Millionen Deutsche trauten sich seit Januar neu an die Börse. Aber welche Aktien sollen Neuaktionäre wie Quoka kaufen? Solche aus Wachstumsbranchen – oder langweilige Klassiker, die regelmäßig Dividenden überweisen? Es gibt weltweit 50.000 Aktien. Wie eine sinnvolle Auswahl treffen?

Helfen dabei kann die weltweit einzigartige Analyse der Boston Consulting Group (BCG): Seit 1999 durchkämmt ein Team von Analysten jedes Jahr die Bilanzen von 9000 großen Unternehmen aus mehr als 50 Ländern. Dabei ermitteln die BCG-Analysten jene Aktien, die Anlegern über mehrere Jahre hinweg die höchste Gesamtrendite (Kursgewinne plus Dividenden) bringen. Vor allem aber analysieren sie, wie gut diese Kursgewinne vom Geschäftserfolg der Unternehmen untermauert sind – und wie gut daher die Chancen stehen, dass diese Aktien auch weiter gute Ergebnisse liefern.

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16 Kommentare zu "Großer Aktiencheck: So schlagen Sie die Inflation"

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  • Gut recherchiert,
    aber es gibt gute Familienunternehmen welche fast alle aufgeführten Konzerne schlagen (z.B.Fuchs Petrolub).
    Diese fehlen mir etwas in der Aufstellung.
    MFG
    WN

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ist nicht jeder, der sich mit Prognosen als Hellseher betätigt ein Scharlatan?

  • @mekuh283

    Sehr gut beobachtet! Man kann die Steuern insgesamt, auch als die Bremse im System betrachten. Es ist schon immer so, seit der Einführung vom Fiat-Geld, dass die Wirtschaft mit angezogener Handbremse fährt! Für das wirkliche Wachstum fehlt das Geld, das abgezweigt wird über die Steuern. Was da dann als "Wachstum" deklariert wird, ist nur die Zahl, die die eigentliche Inflation bezeichnet...

    ... und dazu kommt, dass das Steuereintreibsystem selbst auch noch mal eine eigene Handbremse hat! Der Wirkungsgrad ist sehr bescheiden.

    Aber tröstlich bleibt, dass das bedingungslose Grundeinkommen, vom Staat bezahlt, um sich von den Sozialleistungen loszukaufen, letztlich "alternativlos" ist, weil nur damit die lokale Wirtschaft anzukurbeln ist. Großes Geld hat lange Beine und ist schnell über alle Berge bei den sieben Zwergen, kleines Geld ist da beständiger. Kleinvieh macht halt den Mist, auf den man zählen kann, während es dem Großvieh wie den Dinosauriern ergeht.

    Wussten Sie, dass mittlerweile das Kreditgeschäft über die Lieferkette läuft, statt über die Banken? Beim etwa halben Zinssatz. ;-)

  • Die Leute merken nicht, wie sie enteignet werden
    seit Einführung der Abgeltungssteuer ist der Kleinanleger, der enteignet wird und zwar durch den Gesetzgeber.
    Statt den Kleinanleger die mühevoll erarbeiteten Kleingewinne zu lassen, schlägt der Staat mit den dicken Steuerknüppel, wie bei Großanlegern zu. Daß der Staat Geld spart, wenn er die Gewinne der Kleinanleger steuerfrei läßt ist noch nicht erkannt worden. Die Staatakasse wird von den Kleinanleger weniger in Anspruch genommen.

  • Schon wieder so eine Latte Unternehmen, die zwar eingeknickt sind, aber kein richtiger Kauf sind. Man fragt sich, welcher Investor da an Ausstieg denkt (weil verpasst) und den Markt medientechnisch vorbereitet für eben diesen Ausstieg. Auch die Liste von Buffet ist eigentlich nur langweilig und sicher nicht zum Einstieg geeignet (für Europäer), da erwarte ich eher den Ausstieg Buffets, wenn der Wert mal steigt und die Dividende sinkt.

    Komisch, dass keiner der Vorschläge die zukünftige Inflation bei der Bewertung berücksichtigt, die alle Unternehmen aus Food, Kleidung und Vermietung sehr alt aussehen lassen wird...

    Kurz und gut: werde weiterhin lieber auf mein eigenes Urteil bzgl. der Bewertung der Unternehmensdaten vertrauen ;-)

  • Beamte beziehen im Alter eine Pension, keine Rente (es sei denn, sie haben vorher jahrelang in den Rentenfonds eingezahlt, doch das kommt eher selten vor, da es eine Altersgrenze bei der Verbeamtung gibt).
    Die Frau verdient einfach gut, mit ziemlicher Sicherheit hat sie zuvor erfolgreich studiert.

  • gerade Seite 7 verrät doch, wie fatal dieses Denken nach der größten Rendite ist. Da soll man in diesen Konzern investieren, nur weil er jetzt auch die Schwellenländer nikotinabhängig macht? Große Klasse!

  • Einfach die Prognosen der letzten Jahre mit der Gegenwart vergleichen - schon sind die Scharlatane entlarvt!

  • Prognosen sind halt schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen (Niels Bohr)

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