Großes Volumen bei Gagfah-IPO
Mehr Börsengänge als im Boomjahr 2000

Das Geschäft mit Börsengängen in Europa könnte in diesem Jahr sogar das Boomjahr 2000 übertreffen. Das zeigen Berechnungen mehrerer großer Investmentbanken. Damals wurden europaweit neue Aktien im Wert von 90 Mrd. Euro ausgegeben.

mm/scc FRANKFURT/LONDON. Im ersten Halbjahr 2006 ist das Volumen nach Angaben des Marktforschungsinstituts Dealogic bereits auf 45 Mrd. Euro gestiegen. Das sind rund 50 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2005.

Zwar haben Banken im Juni angesichts der Kurskorrektur an den Aktienmärkten elf Neuemissionen mit einem geplanten Platzierungsvolumen von 4,2 Mrd. Euro zurückgezogen. Doch dürften die Geschäfte bald nachgeholt werden. „Die Börsen haben sich beruhigt“, sagt Achim Schäcker, Managing Director bei Credit Suisse. „Für die Aufnahmefähigkeit des Marktes für Börsengänge im zweiten Halbjahr war die Korrektur im Frühjahr eher heilsam.“ Für den deutschen Markt rechnet Schäcker mit weiteren acht bis zehn Börsengängen bis Jahresende.

Heute debütiert ITN Nanovation im Premiumsegment Prime Standard und macht damit den 15. Börsengang in Deutschland in diesem Jahr komplett. Zehn weitere Kandidaten hält auch Christoph Stanger, Managing Director bei Goldman Sachs, für möglich. Mit Abstand größte Emission am deutschen Markt dürfte der Börsengang der Immobiliengruppe Gagfah werden, der ein Volumen von einer bis 1,5 Mrd. Euro hat.

In London zählt Jupiter, die britische Fondstochter der Commerzbank, zu den Kandidaten. Jupiter könnte Ende 2006 an den Markt kommen.

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