Großinvestoren feilschen mit Emissionsbanken
Preiskampf um die Aktien von Wincor Nixdorf

Kaum läuft der erste größere deutsche Börsengang seit zwei Jahren richtig an, da beginnt auch schon das Geschachere um den Preis.

mm/scc FRANKFURT/M. Deutsche Investmentfonds halten die Bewertungen der Banken für die Aktien des Automaten- und Kassenherstellers Wincor Nixdorf für überzogen. Allerdings räumen auch die kritischen Investoren ein, dass das Unternehmen deutlich mehr Qualität bietet als die im März abgesagten Börsengänge der beiden Halbleiterwerte Siltronic und X-Fab.

Den Wert von Wincor Nixdorf, den so genannten Enterprise Value, beziffern die am Börsengang beteiligten Banken auf maximal 1,2 Mrd. Euro. Die Untergrenze der Schätzungen für den Wert des Eigenkapitals zuzüglich der Verbindlichkeiten liegt bei 0,9 Mrd. Euro. „Die Zahl 1,2 Mrd. ist zu hoch gegriffen“, warnt Rolf Drees, Sprecher der drittgrößten deutschen Fondsgesellschaft Union Investment. Er fordert wie andere Investoren einen Abschlag von bis zu 25 %. Damit wäre die untere Schranke der von den Banken gesetzten Bewertungsspanne erreicht. Aber auch Kritiker Drees räumt ein, dass Wincor Nixdorf viele Eigenschaften mitbringt, die die Investoren derzeit fordern: „Das Unternehmen macht ordentliche Gewinne, kann auf eine lange Geschichte zurück blicken und das Management ist erfahren.“

Nach Aussagen eines anderen deutschen Großinvestors will Wincor Nixdorf wohl einen Ausgabepreis erzielen, der für die Aktie einVerhältnis von Kurs zu Gewinn (KGV) von 17 bis 19 ergeben würde. Deutsche Investoren sehen die Paderborner jedoch als klassischen MDax-Wert. Im Index der 70 größten Nebenwerte liegt die Kennzahl KGV in der Regel eher bei 12 bis 13.

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