Groupon: Aktie von Schnäppchen-Portal steigt nach Umsatzplus

Groupon
Aktie von Schnäppchen-Portal steigt nach Umsatzplus

Einst feierte sich Groupon als das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt – dann kam die Katerstimmung. Jetzt reicht schon ein moderates Umsatzplus aus, um der gebeutelten Aktie ein Kursfeuerwerk zu bescheren.

ChicagoSo sieht Erleichterung von Anlegern aus: Die Aktie des Schnäppchen-Portals Groupon ist am Freitag um ein Viertel gestiegen, nachdem die seit langem schwächelnde Firma die Erwartungen übertreffen konnte. Der Rabattcoupon-Spezialist aus Chicago steigerte den Umsatz im vergangenen Quartal um vier Prozent auf 917,2 Millionen Dollar (809,4 Mio Euro).

Dabei drückte der starke Dollar die Zahlen, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz um neun Prozent gestiegen.

Die Zahl der Nutzer, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal bei Groupon aktiv waren, nahm um drei Prozent auf 48,9 Millionen zu. Das auf der Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen ging indes um ein Prozent auf 1,71 Milliarden Dollar zurück, wie Groupon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Zwar machte das Unternehmen unter dem Strich einen Verlust von 46,5 Millionen Dollar nach einem Gewinn in Höhe von 8,8 Millionen im Vorjahr. Allerdings haben sich die Investoren inzwischen an rote Zahlen bei Groupon gewöhnt und Analysten hatten mit schwächeren Ergebnissen gerechnet.

Besonders gut kam am Markt an, dass Groupon die Umsatzprognose für das neue Geschäftsjahr trotz des Gegenwinds durch die Dollar-Stärke bestätigte und das Gewinnziel anhob. Die Aktie sprang im frühen US-Handel zeitweise um 25 Prozent auf 2,80 Dollar hoch. Sie ist damit aber immer noch weit vom Ausgabepreis von 20 Dollar im November 2011 entfernt. Groupon war damals noch ein Börsenliebling.

Bei Groupon können Restaurants, Dienstleister und andere Geschäfte Rabatt-Coupons anbieten, um Kunden zu werben. Außerdem verkauft Groupon selbst Waren mit Preis-Abschlägen. Das Unternehmen wuchs in den ersten Jahren rasant, doch eine überhastete internationale Expansion sorgte dann für hohe Verluste. Gründer Andrew Mason musste im Februar 2013 den Chefsessel räumen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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