Günstige Großkonzerne
Die billigsten Aktien der Welt

Bröckelt das Vertrauen in die Zukunft, fallen auch die Börsenkurse. Doch die Ängste der einen bergen Chancen für andere. Das Handelsblatt beleuchtet acht Branchen, in denen Unternehmen preiswert zu haben sind.
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DüsseldorfAutomobil: Die Konzerne lassen sich von Rezessionsängsten nicht beirren und rechnen mit einem wachsenden Geschäft

Die deutsche Autoindustrie feierte im abgelaufenen Jahr Rekorde bei Produktion, Umsatz und Export. Doch mit dem rasanten Wachstum ist es nun erst einmal vorbei: 2012 rechnet die Branche mit wachsenden Unsicherheiten. Die Schuldenkrise drückt auf die Stimmung. Außerdem ist die Erinnerung noch frisch: In der Weltwirtschaftskrise 2009 hatten alle Autobauer mit starken Einbußen zu kämpfen, vielfach auch mit roten Zahlen. Darunter leiden die Aktien aller Hersteller – selbst die der Milliardengewinner VW und Daimler.

VW-Boss Martin Winterkorn redet nicht drum herum: „2012 wird wesentlich härter, vor allem in Europa, und da speziell in den hochverschuldeten Ländern“, warnte der Vorstandschef jüngst im Handelsblatt-Interview. Aktien von Autoherstellern zählen bereits seit Wochen zu den Verlierern an den Börsen. Allerdings sehen Branchenkenner längst nicht alle Hersteller auf der Verliererseite. „Ich bin zuversichtlich, dass 2012 die Marktanteile der deutschen Hersteller weiter steigen“, sagt Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der Automobilindustrie.

Auch Max Warburton, Analyst bei Sanford C Bernstein Ltd. in London, glaubt, dass die Euro-Krise die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler wegen ihrer starken Stellung in Übersee nur unterdurchschnittlich treffen wird. Zu leiden hätten andere, wie Fiat, PSA Peugeot-Citroën, Renault und Opel, die stark vom Absatz in Südeuropa abhängig sind. Auf den meisten Übersee-Märkten läuft es dagegen weiter rund. So ist die Furcht bei vielen Firmen groß, dass eine Krise auch herbeigeredet werden könnte – denn die Rahmendaten sind weiter erfreulich. Die Märkte in Schwellenländern wie China, Brasilien oder Russland etwa dürften langfristig wachsen – auch wenn das Wachstum sich dort verlangsamt.

„Wir gehen etwas vom Gas, aber halten in etwas das Tempo“, formulierte es Wissmann. Er sieht für 2012 eine weltweit leicht steigende Nachfrage auf 68 Millionen verkaufte Autos, nach 65,4 Millionen im abgelaufenen Jahr. Auch 2012 sollte also eigentlich ein gutes Autojahr werden können.

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