Gute Quartalszahlen und Übernahmespekulationen treiben den Aktienkurs nach oben
Reckitt Benckiser glänzt mit Putz- und Spülmitteln

„Waschmaschinen leben länger mit Calgon“ – jeder Fernsehzuschauer kann beim Werbespot für den bekannten Waschmittelzusatz mitsummen. Was jedoch kaum einer weiß: Hinter dem Wasserenthärter steckt der börsennotierte britische Konzern Reckitt Benckiser Plc. Auch der Lufterfrischer Airwick, das Enthaarungsmittel Veet und das Desinfektionsspray Sagrotan stammen aus der Produktion des weltweit größten Putzmittelherstellers.

LONDON. Reckitt Benckiser entstand im Jahr 1999 aus der Fusion der britischen Reckitt & Colman und der niederländischen Benckiser. Die Tradition des Unternehmens reicht allerdings bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sowohl die englische Firma Reckitt als auch das ursprünglich deutsche Unternehmen Benckiser gegründet wurden.

Der weltweit tätige Konzern bietet nicht nur bekannte Produkte – neben Putz-, Spül-, Wasch- und Schädlingsbekämpfungsmitteln gibt es Duftsprays, Kosmetikartikel und Lebensmittel aus dem Hause Reckitt Benckiser – sondern erfreut auch die Anleger mit Kursgewinnen. In der vergangenen Woche verteuerten sich die Titel um rund 2 % auf 1 280 Pence. Das Unternehmen konnte seinen Nettogewinn im dritten Quartal 2003 um 29 % auf 123 Mill. Pfund (176 Mill. Euro) steigern und übertraf damit die Erwartungen von Analysten deutlich. Neue Produkte wie der Fleckentferner Vanish Oxi Action erweisen sich als Renner. In Deutschland ist das im März 2003 gestartete Produkt bereits Marktführer. Der Konzern rechnet daher nun auch für das Gesamtjahr 2003 mit einem höherem Gewinn als bisher angenommen.

Alex Smith, Analyst bei der West LB, hält Reckitt Benckiser für ein „ausgezeichnetes“ Unternehmen, bewertet die Aktie aber trotzdem nur mit „neutral“. Er erwartet also, dass die künftige Kursentwicklung mit dem Markt Schritt hält. Goldman-Sachs-Analyst Mark Lynch verpasst den Titeln dagegen die Note „outperform“. Reckitt Benckiser sei das beste Unternehmen seiner Klasse, so die Begründung.

Um das Wachstum zu steigern, hat Reckitt Benckiser in den vergangenen Jahren immer wieder Unternehmen zugekauft. Auch aktuell wird über Übernahmepläne spekuliert. Im August hatten die Briten die Zwischendividende erhöht und einen Aktien-Rückkauf angekündigt, bisher wurden aber keine eigenen Anteilsscheine erworben. Einige Marktbeobachter werten dies als Zeichen dafür, dass der Konzern sein Geld für Zukäufe zurück halte. WestLB-Analyst Alex Smith ist jedoch der Meinung, dass der Konzern über genügend Liquidität verfügt, sowohl Aktien zurückzukaufen als auch Übernahmen zu tätigen. Vor allem Asien und Lateinamerika sieht er als interessante Märkte.

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