Gute Rahmenbedingungen: Goldman Sachs empfiehlt europäische Aktien

Gute Rahmenbedingungen
Goldman Sachs empfiehlt europäische Aktien

Europäische Aktien sind nach Einschätzung von Goldman Sachs derzeit eine gute Anlage. Die US-Märkte und weite Teile Asiens kommen nicht so gut weg. Mit Zinserhöhungen rechnet die US-Investmentbank erst wieder 2016.
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FrankfurtDie Analysten der US-Investmentbank haben ihre Anlageempfehlung für Europas Aktienmärkte auf Sicht von zwölf Monaten am Mittwoch auf „overweight” von „neutral” hochgestuft. Die lockere Geldpolitik der EZB und Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung machten die Aktien attraktiv. Dagegen sehen die Analysten an den US-Märkten und in Asien mit Ausnahme von Japan eher schlechtere Chancen. Hier lautete die Einstufung „underweight”. Japan wird wie Europa als „overweight” eingestuft. Insgesamt stehen Aktien als Anlageklasse ebenfalls auf „overweight”.

Die Erholung der Weltwirtschaft sollte die Gewinnentwicklung der Unternehmen in Europa und Japan stützen, argumentierten die Analysten. Die Aktienmärkte weltweit waren im Mai auf Rekordkurs gegangen. Der Dax hatte beispielsweise am 22. Mai mit 8.557 Punkten ein Allzeithoch erreicht. Am Mittwoch lag er aber nur noch bei 8.355 Punkten. Spekulationen auf ein baldiges Ende der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank hatten im Juni den Rekordlauf gestoppt. Dies sei aber übertrieben gewesen, schrieben die Analysten. Schließlich sei eine Drosselung der Wertpapierkäufe nicht mit einer Zinserhöhung gleichzusetzen.

Die Geldpolitik werde weiterhin sehr akkommodierend bleiben, so dass erst 2016 mit Zinserhöhungen zu rechnen sei. Zudem habe der Markt zu wenig honoriert, dass ein Ende der Wertpapierkäufe ein besseres konjunkturelles Umfeld widerspiegele. Für den europäischen Stoxx600-Index sagt Goldman Sachs auf Sicht von sechs Monaten einen Anstieg auf 320 Punkte von aktuell rund 300 Zählern voraus. In einem Jahr dürfte der Index dann bei 340 Zählern stehen, prognostizieren die Analysten weiter.

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  • JP Morgan; aus der Zentrale der Strategie am 21. Juni 2013:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/morgan-stanley-chefvolkswirt-joachim-fels-draghis-programm-bleibt-ein-zahnloser-tiger/8377154.html

    Hier wird von der Elite in Person dargestellt, wo es für Europa langgeht. Solange die Bürger nicht wirksam rebelliere sondern idiotisch nur in ihr i-phone (idiotenphone) oder Smartphone auf Schritt und Tritt glotzen.

  • "Wenn deine Feinde dich loben, mußt du vorsichtig sein", mit der Maßgabe lebe ich bis heute ganz gut.

    G&S empfiehlt also sich in Europa einzukaufen, dann sollten europäische Firmen und Märkte sehen das sie ihre Anteile behalten.

  • Für die "Empfehlung" sehe ich zwei mögliche Gründe:

    1. G&S wettet auf einen baldigen Anstieg der europ. Aktien-Indices (-> Inflation der Vermögenswerte)

    2. G&S wettet längerfristig auf einen Absturz der europ. Aktien-Indices und möchte gute Verkaufskurse, weil das Unternehmen jetzt schon die Nachrichten kennt, die zu gegebener Zeiten die Märkte erschüttern werden.

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