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Gutes Börsenjahr verleiht Tiffany Glanz

Die Weihnachts-Shoppingsaison ist erst ein paar Tage alt, doch die US-Händler sind bereits zufrieden mit den Umsätzen. Vor allem die luxuriöseren Einzelhandelsgeschäfte sollten in diesem Jahr wieder auf ihre Kosten kommen, schätzen US-Analysten – und mit vorn dabei ist Tiffany & Co., das New Yorker Flaggschiff der Juwelierbranche.

HOUSTON. „In den beiden vergangenen Jahren war der Kunde wesentlich geiziger und sparsamer, und dadurch hat sich jetzt die Nachfrage angestaut“, sagt etwa Wertpapierexperte Mark Friedman von Merrill Lynch. „Das zeigt sich unter anderem an der steigenden Zahl von Kunden, die 5 000 Dollar und mehr bei Tiffany ausgeben.“ Die Kursrally der vergangenen Monate am Aktienmarkt sollte dazu beitragen, dass die kaufstarke Klientel wieder mehr Geld zur freien Verfügung hat und dieses bereitwilliger für Luxusprodukte einsetzt.

Der Optimismus spiegelt sich auch in Tiffanys aktuellem Aktienkurs wider. Mit rund 45 $ liegt der Kurs zurzeit knapp 10 % unterhalb des Zwölfmonats-Höchststands. Die Analysten vom Bankhaus Wedbush Morgan Securities hoben ihr Kursziel vor kurzem auf 50 $ an, also rund 12 % über das aktuellen Niveau – und das, obwohl Tiffany Mitte November einen gesunkenen Quartalsgewinn meldete und die Unternehmensprognosen für das Gesamtjahr bis jetzt noch immer einige Cent unterhalb der Analystenerwartungen liegen. Im kürzlich abgelaufenen dritten Quartal traf das US-Juwelierunternehmen zwar die Expertenschätzungen punktgenau: mit 28 Mill. $ Nettoertrag, also 19 Cent pro Aktie. Doch damit blieb der Gewinn noch immer rund ein Fünftel hinter dem Ergebnis des gleichen Vorjahresquartals zurück.

Ein Problem ist etwa das Geschäft in Japan, seit längerer Zeit der wichtigste Absatzmarkt für Tiffany außerhalb der USA. Vor allem die Verkaufszahlen bei Silberschmuck enttäuschten dort im vergangenen Quartal die Experten. „Hier gibt es einige Herausforderungen für das Unternehmen, und die steigenden Preise für Edelmetalle drücken noch zusätzlich auf die Bruttomargen“, sagt Analyst Richard Baum von Credit Suisse First Boston (CSFB).

Doch nicht nur Tiffany kämpft auf dem japanischen Luxusgüter- Markt mit Schwierigkeiten, sagt Baum. „Wir haben auch von anderen Edelmarken gehört, dass das Geschäft in Japan zurzeit schwach läuft, zum Beispiel bei der Boutiquenkette Hermès und bei Richemont.“

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