Halbleiter-Unternehmen geht Ende März an die Börse
Siltronic-Aktie wird nur etwas für starke Nerven

Die Spannung wächst: Nach den heftigen Turbulenzen um den Börsengang der Erfurter Halbleiterfirma X-Fab richtet sich das Interesse insbesondere der institutionellen Anleger schon auf den nächsten Börsenkandidaten. Am 26. März will nach derzeitiger Planung die Münchener Siltronic AG das Börsendebüt feiern.

cbu MÜNCHEN. Fest steht: Die neue Halbleiter-Aktie dürfte nur etwas für Anleger mit starken Nerven sein. Siltronic hat deshalb vor allem institutionelle Anleger aus Europa und den USA im Visier. Die Analysten betonten in ihren ersten Studien zu Siltronic besonders auch die starke Volatilität im Chipgeschäft. „Während die Stückzahlen einer stabileren Nachfrage unterliegen, spiegelt sich die Zyklizität der Halbleiterbranche in den Wafer-Preisen wieder, die über Gewinn oder Verlust entscheiden“, schreibt etwa Guenther Hollfelder von der Hypo-Vereinsbank (HVB). Und auch die Kollegen von der West LB führen unter Risiken die Unsicherheit bezüglich der Länge des nächsten Zyklusses. Siltronic produziert für die Chipindustrie so genannte Wafer. Das sind Siliziumscheiben, aus denen dann die Chips produziert werden.

Der Zeitpunkt für die Siltronic-Börsengang gilt aber als nicht schlecht gewählt, denn die weltweite Chipindustrie hofft nach Jahren der Krise derzeit auf einen Aufschwung. „Wir sehen Siltronic als Basisinvestment für Investoren, die an der laufenden Erholung der europäischen Halbleiterindustrie teilhaben möchten“, heißt es deshalb in der West LB-Studie. Die HVB schreibt, Siltronic würde als Zulieferer von der an steigenden Dynamik im Markt profitieren.

Die Anleger können dabei aber zunächst nur darauf hoffen, dass die Aktie nach oben geht. Denn, glaubt man den Analysten-Reports, sind schwarze Zahlen für 2004 nicht in Sicht. Die West LB prognostiziert einen Jahresverlust von 17 Mill. Euro, die HVB gar ein Minus von 23 Mill. Euro. Beide Studien gehen aber davon aus, dass im Jahresverlauf die schwarzen Zahlen erreicht werden, da die Preise deutlich anziehen sollen. 2003 musste Siltronic das schlechteste Ergebnis der Geschichte ausweisen. Unter dem Strich steht ein dickes Minus von über 66 Mill. Euro. Das ist auch auf die Sanierung und den deutlichen Personalabbau zurückzuführen.

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