Handelsblatt Insider-Barometer
Handel kommt wieder in Schwung

Die deutschen Top-Manager handeln wieder mehr mit den Aktien ihrer eigenen Unternehmen. Insiderkäufe lagen zahlenmäßig deutlich vor den Verkäufen, wobei das Volumen der Insiderverkäufe insgesamt größer ausfiel. Bei den Verkäufen fiel ein Unternehmen aus dem Dax auf, das zuletzt mit guten Quartalszahlen geglänzt hatte.

DÜSSELDORF. Die Sorge vor einer weltweiten Konjunkturflaute belastete zuletzt auch die Aktienmärkte, der Dax fiel zwischenzeitlich unter 7 700 Punkte. Doch Stimmung unter deutschen Top-Managern scheint das nicht zu trüben. Sie handeln wieder mehr mit Aktien der eigenen Unternehmen.

Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet, ist in der vergangenen Woche auf 171 Punkte gestiegen. Es liegt drei Punkte höher als in der Vorwoche und liefert damit ein Signal zum Aktienkauf.

Insiderkäufe lagen zahlenmäßig deutlich vor den Verkäufen, wobei das Volumen der Insiderverkäufe insgesamt größer ausfiel. „Bemerkenswert ist, dass die Handelsaktivität wieder zugenommen hat, insbesondere auch bei größeren Werten“, sagt Olaf Stotz vom Forschungsinstitut für Asset Management.

Größter Verkauf in der vergangenen Woche war Adidas. Aufsichtsratsmitglied Christian Tourres trennte sich von Adidas-Aktien im Wert von rund 4,8 Millionen Euro. Bereits im April hatte Tourres, ehemals Vorstandsmitglied bei Adidas, ein Aktienpaket im Wert von 7 Millionen Euro verkauft.

Zuletzt hatte Adidas Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, die besser ausfielen als erwartet. Die Experten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 284 Millionen Euro gerechnet, tatsächlich erzielte Adidas ein Netto-Ergebnis von 298 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 2,94 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahr und den Prognosen.

Besonders stark fielen die Zuwächse im Europa-Geschäft aus, das um 20 Prozent zulegte. Aufträge im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2008 wirken sich jetzt schon aus.

Dennoch bleiben die Experten von Commerzbank Private Banking zurückhaltend: „Zweifelsohne lieferte das Unternehmen gute Quartalszahlen, die auch mit einem positiven Ausblick versehen waren. Nach dem starken Kursanstieg sehen wir in den nächsten Monaten allerdings kaum zusätzliches Kurspotenzial.“

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