Handelsblatt Insider-Barometer
Insider-Barometer: Abwärtstrend gestoppt

Die seit Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung im Dax zeigt sich auch bei den Insider-Deals der Top-Manager mit den Aktien ihrer Unternehmen. Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen ist allerdings gestoppt.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Das Insider-Barometer hat in seiner Mitte April begonnenen Konsolidierungsphase eine Pause eingelegt und kann diese Woche im Vergleich zur Vorwoche einen Anstieg von rund 3,5 Punkten auf hohe 184,8 Punkte vorweisen. Das normierte Volumen von Käufen und Verkäufen liegt ungefähr gleichauf, während im zweiwöchigen Analysezeitraum 44 Käufe acht Verkäufen gegenüberstehen.

Das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen liegt beim Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen wöchentlich in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking erstellt, aktuell bei 5,5 und damit unter dem Mittelwert seit Jahresbeginn, der 7,9 beträgt. Beide Werte liegen jedoch nach wie vor über dem langfristigen Mittelwert seit Auflage des Insiderbarometers vor gut zwei Jahren.

Damit zeigt sich die seit Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung im Dax auch bei den Insider-Deals der Top-Manager mit den Aktien ihrer Unternehmen. "Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen ist allerdings gestoppt, was für den Aktienmarkt mittelfristig auf steigende Kurse hindeutet", sagt Olaf Stotz von der Fifam.

Bei den Insider-Käufen ragt der Hamburger Fondsanbieter MPC Münchmeyer Petersen Capial heraus. Vorstandschef Axel Schulz und sein Vater gleichen Namens, der im Aufsichtsrat sitzt, haben erneut zugekauft - diesmal für über 1,8 Mill. Euro im Zeitraum vom 3. bis 9. Juni. Von Unternehmensseite hieß es, beide wollten wieder an die Schwelle von 30 Prozent, nachdem ihr Anteil durch eine Kapitalerhöhung verwässert wurde. Die Analysten der Commerzbank raten die MPC-Aktie zu "Halten", da die Zahlen des ersten Quartals unter den Erwartungen lagen. Von 16 im Handelsblatt-Analysten-Tool gelisteten Experten empfiehlt allerdings mit 14 ein klare Mehrheit den Wert als "Kauf".

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Bei den Verkäufen fallen zwei Transaktionen im Zeitraum 28. Mai bis 4. Juni ins Auge: Aufsichtsrat Leo Benz hat sich von Primion-Technology-Aktien im Wert von rund 1,1 Mill. Euro getrennt, was mehr als vier Prozent der Marktkapitalisierung des baden-württembergischen Software- und Hardwareanbieters entspricht. Das Unternehmen kann seinen Aktionären fürs Geschäftsjahr 2006/2007 zwar keine Dividende zahlen, doch die aktuell vorgelegten Geschäftszahlen weisen immerhin auf volle Auftragsbücher hin. Primion geht weiter von steigenden Umsatzerlösen aus, im vergangenen Geschäftsjahr 2007, das am 30. September zu Ende ging, konnte der Anbieter von Sicherheitstechnik und Zutrittskontrolle eigenen Angaben zufolge weiter Marktanteile gewinnen und seinen Umsatz um 49 Prozent auf 54,7 Mio. Euro steigern (EBIT: 3,4 Mill. Euro in 2006/2007). Vorstand Heinz Roth kündigte an, das Unternehmen werde in den nächsten fünf Jahren um jährlich acht Prozent wachsen. Daneben hat der Vorstand grünes Licht für den Rückkauf weiterer Aktien gegeben. So kann das Unternehmen bis zum 31. August 2009 555.000 eigene Aktien am Markt zurückkaufen, etwa zehn Prozent des Grundkapitals.

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Auch bei Möbel Walther trennt sich der Aufsichtsrat von einem ansehnlichen Aktienpaket: Kurt Krieger verkaufte für fast 1,3 Mill. Euro Wertpapiere des börsennotierten Möbeleinzelhändlers. Das Unternehmen betreibt 24 Filialen in Deutschland, außerdem verschiedene Discount-Mitnahmemärkte im osteuropäischen Ausland. Das Engagement in Ungarn wurde 2007 schadensbegrenzend abgeschlossen. Den Umsatz konnte Möbel Walther eigenen Aussagen von Ende Mai zufolge bei den meisten Standorten im Vergleich zum Vorjahr halten bzw. zum Teil leicht verbessern. Da sich der Aktienkurs im Vergleich zu 2006 praktisch verdoppelt hat und auch in 2007 deutlich gestiegen war, deutet der o.g. Verkauf auf Gewinnmitnahmen hin.

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