Handelsblatt Insider-Barometer
Insider machen Ferien

Die Kurse an den Aktienmärkten sind zuletzt schnell gestiegen, das stimmte zuletzt auch die Firmen-Insider vorsichtiger. Außerdem macht sich die Ferienzeit bemerkbar, in der sich Unternehmenslenker offenbar weniger mit ihren eigenen privaten Finanzen beschäftigen.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der Uni Aachen regelmäßig für das Handelsblatt berechnet, ist leicht auf 105 Punkte gesunken. Damit rangiert es erstmals seit gut einem Jahr wieder im neutralen Bereich. Der liegt bei 90 bis 110 Punkten und signalisiert auf Sicht von drei Monaten weder besonders stark steigende noch besonders stark fallende Kurse. Wie im vergangenen Berichtszeitraum schon zu beobachten, nimmt die Handelsaktivität der Insider auch wegen der aktuellen Ferienzeit ab, dies ist sowohl auf der Kauf als auch auf der Verkaufseite zu beobachten.

Bei GWB Immobilien ein Unternehmenslenker das aktuelle Niveau, den privaten Bestand zu reduzieren, um mit der gewonnenen Liquidität dem Unternehmen einen Kredit zu geben. Somit übernimmt der Insider hier die Refinanzierung des Unternehmens.

Die Analysten von GSC Research urteilten zuletzt, angesichts des schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Umfelds der Immobilien AG und des sehr zyklischen Geschäftsverlaufs seien die Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet. Für einen breiten Einstieg sei es zwar trotz der eklatanten Unterbewertung der Aktie zu früh, spekulative Anleger, die an der Kombination von Konsum- und Immobilienstory interessiert seien, könnten jedoch aber erste Stücke zur Depotbeimischung einsammeln. Das Kursziel 3,30 Euro blieb unverändert, die Empfehlung wurde von "halten" auf "kaufen" angehoben. Die Aktie, die 2007 schon mal mit rund 15 Euro bezahlt wurde, läuft seit Herbst 2008 seitwärts im Bereich von 1,20 bis 1,80 Euro.

Eckert & Ziegler hat vergangene Woche für das erste Halbjahr einen Rekordumsatz gemeldet und in Folge dessen auch die Prognosen für das Geamtjahr angehoben. Hier zeigt sich, dass einige Firmen auch in der Krise erfolgreich agieren können. Der Aktienkurs des Berliner Medizintechnikanbieters hat sich seit dem Tief im März 2009 bei rund fünf Euro mittlerweile mehr als verdreifacht. Die Insider scheinen von den Zukunftsaussichten auch weiterhin überzeugt zu sein und investieren in die eigenen Aktien. Anleger sollten nach dem steilen Kursanstieg der vergangenen Monate aber vorsichtig sein, zumal Analystenstimmen zu dem Nebenwert echten Seltenheitswert haben.

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor
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