Handelsblatt-Insider-Barometer
Manager bleiben optimistisch

Die Unternehmensinsider kaufen weiterhin kräftig Aktien ihrer eigenen Firmen. Das zeigt das Handelsblatt Insider-Barometer, das sich auf hohem Niveau festgesetzt hat. Besonders kräftig langten die Manager zuletzt bei einem Automobilzulieferer und einem Immobilienunternehmen zu.

FRANKFURT. Auf mittlerweile 205,75 Punkte ist das Insider-Barometer geklettert und hält sich hartnäckig über der 200er Marke. Damit liegt es rund zwei Punkte höher als in der Vorwoche; im zweiwöchigen Vergleich ist es sogar um fünf Punkte gestiegen.

Ausgedrückt wird der Optimismus durch die Gegenüberstellung der Transaktionen: 58 Käufen stehen im abgelaufenen Betrachtungszeitraum lediglich 6 Verkäufe gegenüber. Die Handelsvolumina sind allerdings weiterhin vergleichsweise gering. Besonders gering waren die Volumina bei den Verkäufen.

„Die Daten zeigen weiterhin eine geringe Verkaufsbereitschaft bei den Anlegern", sagt Christian Rouette von der Forschungsanstalt für Asset Management (Fifam) an der Technischen Hochschule Aachen, das die BaFin-Daten in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking aufarbeitet und daraus das Insider-Barometer berechnet. Der Optimismus sei noch immer groß bei den Insidern.

Die auffälligsten Insider-Käufe gab es bei dem zuletzt in den Prime-Standard gewechselten Immobilien-Unternehmen Franconofurt und einem Autozulieferer aus dem MDax, Leoni. Bei Franconofurt legte sich Vorstandsmitglied Christian Wolf im Wert von 2,12 Millionen Euro Aktien des eigenen Unternehmens ins Depot.

Bei Leoni schlug die Nürnberger Beteiligungs-AG zu und sicherte sich Aktien im Wert von rund 14 Millionen Euro. Die Aussichten für den Automobilzulieferer sehen die Analysten der Commerzbank verhalten optimistisch. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Leoni einen Umsatz in Höhe von 2,37 Mrd. Euro erwirtschaftet (+ 12,3 Prozent). Der operative Gewinn bewegte sich mit 129,6 Mio. Euro etwa auf Vorjahreshöhe. Zum Umsatzwachstum trug vor allem das egment Wire & Cable Solutions bei. Grundsätzlich sehe der Ausblick aufgrund der vorhandenen Auftragslage sehr gut aus. Dennoch handele es sich bei Leoni um einen "typischen" Autozulieferer, der beispielsweise im Bereich Bordnetze zu 100 Prozent von der Erstausrüstung abhängig sei, also direkt von der Produktion der Autohersteller, und daher konjunktursensitiv reagiert, schreiben die Analysten.

Bei den Insider-Verkäufen ragte Vivacon heraus.Einkaufsvorstand Timo Herbrand hat sich von gut einem Viertel seiner Beteiligung an der Kölner Immobilienfirma getrennt. Herbrand habe 400 000 Aktien für gut 5,2 Millionen Euro außerbörslich verkauft, teilte Vivacon mit. Je Aktie habe der Manager 13,04 Euro bekommen. Laut Vivacon-Website war Herbrand mit 7,62 Prozent zuletzt zweitgrößter Aktionär hinter Gründer und Ex-Ceo Marc Leffin.



Insiderbarometer: Hinweis in eigener Sache


Der Index wird wöchentlich berechnet, betrachtet aber immer die Director´s Deals der vergangenen 14 Tage. Dadurch kann es bei der wöchentlichen Berichterstattung zu inhaltlichen Überschneidungen kommen.



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