Handelsblatt Insider-Barometer
Verkäufe überwiegen weiterhin

Die Insider sind bei dem aktuellen Dax-30-Stand von rund 5 100 Punkten weiter überwiegend auf der Verkaufsseite mit Ihren Transaktionen zu finden, wobei die Transaktionsgrößen aber im Volumen abgenommen haben.

DÜSSELDORF. Im Vergleich zur Vorwoche hat daher das Handelsblatt-Insider-Barometer um drei Punkte abgegeben und notiert aktuell bei 130 Zählern. Zwar zeigt es damit nach wie vor eine überdurchschnittliche Kaufneigung. Aber nur, weil in die Berechnung rollierend Käufe und Verkäufe der vergangenen drei Monate eingehen.



Bei den Käufen fällt die T-Aktie als volumenmäßig größter Kauf auf, hier zeigt sich das antizyklische Verhalten der Telekom-Lenker. Die Aktie ist einer der wenigen Titel, die dem Kursanstieg der letzten Wochen nicht gefolgt sind, die Insider schätzen die fundamentalen Aussichten des Unternehmens wohl besser ein als es der niedrige Kurs von rund acht Euro aktuell wiederspiegelt. Doch etliche Analysten bleiben skeptisch. So hat Goldman Sachs die T-Aktie zuletzt von "Neutral" auf "Conviction Sell" abgestuft und das Kursziel von 9,30 auf 7,60 Euro gesenkt. Analyst Hugh McCaffrey schrieb, zwar bewege sich der Aktienkurs auf einem historischen Tiefstand und die Bewertung sei auf sehr niedrigem Niveau, allerdings gebe es nur geringe Aussichten auf eine Erholung.

Einen auffällig großen großen Verkauf gab es beim im Herbst 2006 an die Börse gegangenen Unternehmen GWB Immobilien, das auf den Bau und die Vermarktung von Einkaufs- und Fachmarktzentren spezialisiert ist. Hier trennten sich Insider am 22. Mai von Aktien im Wert von rund 1,4 Mio. Euro, was etwa 19 Prozent der Marktkapitalisierung entspricht. Die Aktie hat in den vergangenen drei Monaten rund 42 Prozent an Wert zugelegt. Das Unternehmen geriet zuletzt in die Schlagzeilen weil die angeschlagene BayernLB Medienberichten zufolge durch den Verkauf zahlreicher Tochterfirmen gesundgeschrumft werden soll. Auf der Verkaufliste stehen laut „Süddeutsche Zeitung“ die SaarLB in Saarbrücken, die LBLux in Luxemburg und die GBW Immobilien AG in München; sie sollen kurzfristig abgestoßen werden. GWB verfügt über eine hohe Dividendenrendite, doch der Krise der Finanz- und Immobilienaktien konnte sich auch dieser Wert seit 2007 nicht entziehen.

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