Hapag-Lloyd
Reederei wagt den Sprung an die Börse

Vier Jahre nach dem ersten Anlauf plant Hapag-Lloyd noch in diesem Jahr den Gang an die Frankfurter Börse – allerdings mit einem deutlich geringeren Emissionsvolumen als zunächst geplant.

FrankfurtDie weltweit viertgrößte Containerreederei Hapag-Lloyd wagt sich trotz der Marktturbulenzen noch in diesem Jahr an die Börse – allerdings eine Nummer kleiner als erwartet. Angepeilt wird ein Bruttoemissionserlös von 500 Millionen Dollar (rund 450 Millionen Euro), wie das Hamburger Unternehmen am Montag mitteilte.

Noch Anfang September hatte es in Finanzkreisen geheißen, es könnten Aktien im Milliardenvolumen platziert werden. Nun betonte ein Insider: „Vorsicht war die Devise.“ Die Hapag-Eigner hätten vermeiden wollen, dass sie mehr Aktien anbieten als sie bei den Investoren im aktuellen Umfeld losschlagen können. Im Moment sind mehrere Dickschiffe auf dem Weg an die Börse, der Wettbewerb um Kapital ist groß.

Hapag-Chef Rolf Habben Jansen gab sich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters gelassen. „Den perfekten Zeitpunkt für einen Börsengang erwischt man nie“, sagte er. „Für uns waren drei Gründe ausschlaggebend: Wir brauchen das Geld für weiteres Wachstum, unser operatives Geschäft hat sich gut entwickelt und wir haben die Unterstützung unserer Gesellschafter.“ Details zum weiteren Fahrplan ließ sich Jansen nicht entlocken.

In der Regel vergehen von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz vier Wochen. Damit könnte Hapag noch gerade so das Herbstfenster nutzen, das sich Ende Oktober wieder schließt.

Andere Börsenkandidaten sind schon weiter: So wollen die Online-Kleinanzeigenbörse Scout24 und die Bayer-Kunststoffsparte schon Ende dieser Woche ihr Debüt auf dem Parkett feiern – wenn alles nach Plan läuft und die Nachfrage ausreichend groß ist.

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