Hauptaktionär schiebt die Schuld auf „volatile Märkte“
Austriamicrosystems floppt beim Debüt

Der Börsengang der Austriamicrosystems AG an der Schweizer Börse ist gefloppt. Obwohl die Aktien des Chipproduzenten ihr Debüt in Zürich bereits zu einem deutlich geringeren Einstiegskurs – statt der geplanten 68 Schweizer Franken betrug der Emissionskurs 35 Franken – gaben, ging es am ersten Handelstag um 8,6 Prozent bergab.

rad/Bloomberg DÜSSELDORF. Leidtragende des missglückten Börsengangs ist vor allem die Beteiligungsgesellschaft Permira Advisers. Diese hatte im Jahr 2000 rund 274 Mill. Euro in den Chiphersteller investiert. Zu aktuellen Kursen ist die 59-prozentige Beteiligung der Briten nur noch rund 135 Mill. Euro wert.

Den Grund für das Verlustgeschäft sehen die Verantwortlichen der Beteiligungsgesellschaft in der nachlassenden Stimmung am Aktienmarkt, die auch andere Börsengänge beeinträchtigen könnte. Weil es an den Aktienbörsen bergab geht, wollen Buyout-Gesellschaften ihre Beteiligungen derzeit noch schnell versilbern. „Sie werden es alle schwer haben, weil der Markt volatiler und schwächer geworden ist, als die Investoren dachten", sagte Thomas Krenz vom Frankfurter Permira-Büro in einem Interview mit Bloomberg News. Ob er damit richtig liegt, wird sich schon heute zeigen, wenn der Kassensystem-Spezialist Wincor Nixdorf zum ersten Mal an der Frankfurter Börse notiert wird.

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