Aktien
Hedge-Fonds setzen auf die Nasdaq-Börse und Kupfer

Hedge-Fonds haben sich im September positiv entwickelt. Die von Merrill-Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor" beobachteten Anlagevehikel hätten gemessen am Branchenbarometer HF Composite in der Woche bis zum 28.

dpa-afx NEW YORK. Hedge-Fonds haben sich im September positiv entwickelt. Die von Merrill-Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor" beobachteten Anlagevehikel hätten gemessen am Branchenbarometer HF Composite in der Woche bis zum 28. September 0,37 Prozent zugelegt und auf die Monatssicht September 1,48 Prozent Plus erwirtschaftet. Bei den unterschiedlichen Hedge-Fonds-Strategien, die Bartels kontinuierlich beobachtet, hätten zuletzt die auf makroökonomische Entwicklungen setzenden Strategien besonders gut abgeschnitten. Relativ schlecht hätten sich dagegen die Fonds entwickelt, die Bewertungsunterschiede zwischen Wandelanleihen und Aktien ausnutzen (Convertible Arbitrage).

Im Aktienbereich hätten die großen Spekulanten tendenziell Käufe getätigt. Futures auf den Nasdaq 100 hätten sie zugekauft und setzten nun aggressiv auf steigende Kurse (crowded long) in dem technologielastigen Aktienindex. Ihre Verkaufs-Ausrichtung (net short) mit Futures auf den breit gefächerten S & P-500-Index und auch auf den Index kleiner Werte Russell 2000 hätten sie zwar beibehalten, so Bartels, diese Verkaufspositionen seien aber reduziert worden.

Bei den Rohstoffen hätten die Hedge-Fonds laut Bartels weiter Futures im Metallekomplex gekauft, mit Ausnahme von Platin. Bei Kupfer nähmen sie nun auch eine aggressive Kaufposition (crowded long) ein. Im Energiesektor hätten große Spekulanten Käufe in Rohöl getätigt und ihre Verkaufspositionen bei Erdgas etwas reduziert. Bei Agrarrohstoffen hätten die großen Spekulanten Sojabohnen gekauft, Weizen aber verkauft. Sie setzten nun bei Sojabohnen und Mais weiterhin aggressiv auf steigende Notierungen (Crowded Long).

Am Devisenmarkt hatten Hedge-Fonds der Merrill-Lynch-Analystin zufolge Dollar verkauft und Euro sowie Yen gekauft. Beim Yen stünden sie nun am Rande einer aggressiven Kaufpositionierung. Bei den Anleihen hätten die Hedge-Fonds zweijährige US-Staatspapieren gekauft, allerdings am längeren Ende bei den zehn- und dreißigjährigen Papieren Verkäufe getätigt. Dies impliziere die Erwartung einer steiler werdenden Renditekurve, so Bartels.

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