Heimische Investmenthäuser an der Spitze
DZ Bank erweist sich als treffsicher

Im Rennen um das beste Research für deutsche Aktien haben sich heimische Investmenthäuser behauptet. Im besonders umkämpften Markt für Analysen von Standardwerten des Dax konnten sich deutsche Broker gegenüber der Auslandskonkurrenz nach vorn schieben. Auffällig dabei ist, dass die Namen im Dax-Ranking gegenüber dem Vorjahr stark gewechselt haben.

FRANKFURT. Im Ranking für Research von Dax-Werten rücken heimische Investmenthäuser wieder an die Spitze vor. Das ermittelte das US-Analysehaus Starmine in einem aktuellen Ranking für die besten Broker mit Blick auf die wichtigsten deutschen Aktienindizes. Für das Ranking, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, untersuchte Starmine die Treffsicherheit von Empfehlungen für Aktien aus den Indizes Dax, MDax, SDax und TecDax in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende September. 73 Brokerhäuser hatten sich das Ranking qualifiziert. Deren Analysten hatten mehr als 400 Einzelwerte analysiert.

Die besten Tipps für Dax-Werte gaben die Analysten der DZ Bank ab. Die genauesten Gewinnschätzungen lieferte M.M Warburg. Vor einem Jahr führten mit Citigroup und Credit Suisse noch zwei internationale Broker die Liste der Top-Häuser an. Allerdings dokumentiere die erneut starke Präsenz internationaler Banken unter den besten Zehn ihr seit einigen Jahren zunehmendes Interesse an deutschen Aktien, sagt Stuart McLean, Europa-Chef von Starmine. Wie bereits 2006 machen globale Broker etwa die Hälfte der Top-Ten-Dax-Broker aus.

Auffällig ist, dass die Namen im Dax-Ranking gegenüber dem Vorjahr stark gewechselt haben. Nur wenige Häuser wie die DZ Bank, Morgan Stanley und Unicredit, die bis 2006 als HVB in den Listen stand, konnten sich unter den besten Zehn halten. Für McLean ist das ein Zeichen für den harten Wettbewerb gerade im Dax-Research. Zunehmend gilt das auch für das MDax-Research, das laut McLean ebenfalls immer mehr globale Broker anbieten. Größere Stabilität gibt es hingegen bei den Indizes für kleinere Werte.

Bei Nebenwerten fällt in diesem Jahr ein Name auf: CA Cheuvreux. Die Analysten des französischen Brokers mit pan-europäischem Ansatz haben die besten Aktientipps für alle Nebenwerte-Indizes abgegeben. „Das expandierende Haus hat so gut wie noch nie abgeschnitten“, sagt McLean. Den Franzosen habe geholfen, dass sie keine „Halten“-Empfehlungen abgäben, meint er. „Wer sich klar entscheidet und richtig liegt, performt gut.“ Dem stimmt Bernd Laux, Research-Chef für Deutschland bei CA Cheuvreux, zu. Seine 16 Analysten in Frankfurt müssten eindeutig Stellung beziehen, sagt er. Helfen würden dabei das stark fundamental orientierte Research und intensive Firmen-Kontakte.

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