Helaba wartet auf besseren Zeitpunkt: GWH sagt Börsengang vorerst ab

Helaba wartet auf besseren Zeitpunkt
GWH sagt Börsengang vorerst ab

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat die Börsenpläne für ihre Wohnungsgesellschaft Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Hessen (GWH) zurückgestellt. „Wir schauen uns den Aktienmarkt weiter an“, sagte eine Sprecherin.

rrl DÜSSELDORF. Vermutungen, der geplante Börsengang sei gestoppt worden, weil es nicht zu einer Übertragung der Anteile des Landes Hessen an den Nassauischen Heimstätten an die Helaba und damit einer Verbindung mit der GWH gekommen sei, kommentierte die Sprecherin nicht.

Es sei allerdings denkbar, dass die GWH durch Zukäufe von Wohnungsbeständen wachse, sagte die Sprecherin. Im Jahr 2000 hatte das Land Hessen die GWH an die Helaba übertragen. Sie hält heute einen Anteil von 94,9 Prozent. Die übrigen 5,1 Prozent gehören der DKB Wohnimmobilien Beteiligungs GmbH & Co. KG.

Die GWH verwaltet rund 49 000 Wohnungen, von denen sie etwa 36 500 im eigenen Bestand hält. Ihre eigenen Wohnungen sind auf 90 Standorte in Hessen verteilt. Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn der GWH nach vorläufigen Zahlen vor Steuern und 6b-Rücklage auf 53,5 (2005: 49) Mill. Euro. Der Umsatz sank nach den Worten eines GWH-Sprechers auf 263,8 (2005: 275,7) Mill. Euro.

Die Nassauischen Heimstätten (NH) sind deutlich weniger profitabel als die GWH. Mit ihren rund 65 000 Wohnungen erzielte sie 2005 nur einen Vorsteuergewinn von 8,5 Mill. Euro.

Zum aktuellen Wert der GWH-Immobilien machte die Helaba keine Angaben. Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge soll das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang Lasalle den Wert auf zwei Mrd. Euro taxieren. Im Jahr 2004 hatte die GWH im Helaba-Abschluss mit 1,4 Mrd. Euro zu Buche geschlagen.

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