Hersteller steigern weltweit ihre Marktanteile – Toyota ist Top-Favorit der Experten
Für Analysten sind japanische Autoaktien das Maß aller Dinge

Nach den jüngsten Quartalszahlen sind japanische Autoaktien das Maß aller Dinge in der Automobilbranche. Dank hervorragender Qualität, breitem Produktmix und straffem Kostenmanagement haben Japans Autobauer Marktanteile und Ertrag weltweit kräftig gesteigert.

TOKIO/DÜSSELDORF. Im ersten Halbjahr legten die Verkäufe japanischer Autobauer in 18 europäischen Ländern um über zwölf Prozent zu. Erstmals verkauften die japanischen Hersteller mehr als eine Million Fahrzeuge in Europa, der Marktanteil verbesserte sich auf 13,4 Prozent. In Nordamerika ist inzwischen fast jedes dritte Auto „made in Japan“.

Und Toyota fährt allen davon: Im abgelaufenen Quartal hat Japans Nummer eins seinen Gewinn um 32 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro gesteigert. Die Erträge in Nordamerika hat Toyota fast verdoppelt, in Europa sogar verfünffacht. Die Nettomarge ist doppelt so hoch wie die der europäischen Wettbewerber, im vergangenen Geschäftsjahr verdiente das Unternehmen zehn Mrd. Dollar – dreimal so viel wie General Motors. Mit einem Anteil am weltweiten Automarkt von zwölf Prozent löste Toyota den amerikanischen Ford-Konzern als weltweit zweitgrößten Autohersteller ab.

Und das Wachstum geht weiter: Toyota hat jüngst sein Umsatzziel für März 2005 um drei Prozent erhöht. Bis zum Jahr 2010 soll der Marktanteil auf 15 Prozent steigen, damit wäre Toyota die weltweite Nummer eins. Die Analysten honorieren derlei Aussichten und empfehlen die Toyota-Aktie zum Kauf: Koji Endo, Auto-Analyst bei Credit Suisse First Boston (CSFB), hat sein Kursziel jüngst von 4 000 auf 5 200 Yen angehoben, ein Aufschlag von 25 Prozent auf den aktuellen Kurs. Verglichen mit den Papieren anderer Hersteller ist die Toyota-Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zwölf zwar nicht billig. Analysten rechtfertigen die Prämie aber mit der Dividende, schließlich schüttet Toyota die Hälfte des Nettogewinns an die Aktionäre aus.

Neben Toyota glänzten zuletzt auch Honda, Nissan und Mazda mit starken Ergebnissen. Vor allem die Quartalszahlen von Honda lagen über den Erwartungen, sagt CSFB-Analyst Endo. Er bewertet die Verkaufsprognosen des Honda-Managements deshalb als verhalten und erwartet eine Anpassung der Gewinnprognosen nach oben. Endo: „In den kommenden zwölf Monaten rechnen wir mit einem Kurs von 6 000 Yen“ – ein Aufschlag von 14 Prozent.

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