Hersteller von Autowaschanlagen: Washtec brilliert mit sauberen Gewinnen

Hersteller von Autowaschanlagen
Washtec brilliert mit sauberen Gewinnen

Fein herausgeputzt hat sich die Augsburger Washtec, nach eigenen Angaben weltweit führender Hersteller von Autowaschanlagen. Nachdem das Unternehmen vor drei Jahren bereits vor dem Bankrott stand, schreibt es nun wieder satte Gewinne.

FRANKFURT. Nach vorläufigen Zahlen erwirtschafteten die Augsburger Washtec einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 24,9 Mill. Euro. Im Vorjahr waren es 19,4 Mill. Euro. Bei Umsatz legten die Maschinenbauer um rund 16 Prozent auf 261,4 (Vorjahr: 226) Mill. Euro zu. Davon entfallen 25 Mill. Euro auf das Anfang des vergangenen Jahres übernommene US-amerikanische Unternehmen Mark VII .

Im Januar hatte Washtec zudem die Übernahme des langjährigen Vertriebspartners in Spanien, Motor Mediteraneo, bekannt gegeben.

Washtec setzt mit der Übernahme seine internationale Wachstumsstrategie fort. Dabei eröffnet sich dem Maschinenbauer ein großer Markt. Der Vertrieb von Autowaschanlagen ist eng mit den Verkaufszahlen neuer Fahrzeuge verknüpft. Derzeit können sich weltweit immer mehr Menschen ein Auto leisten. Besonders in Asien steigen die Zulassungszahlen. „Washtec ist mehr als doppelt so groß wie der nächstgrößere Wettbewerber und dürfte als einziges Unternehmen der Branche über die nötige kritische Masse verfügen, das Geschäft längerfristig auch global zu betreiben“, meint Eggert Kuls, Analyst bei M.M. Warburg.

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Washtec nach wie vor in Europa. Die Augsburger haben den asiatischen Markt bislang aber kaum bearbeitet. Es ist auch nicht ganz einfach, diese Länder zu erschließen. Denn die stolzen Besitzer waschen hier ihr Fahrzeug oft noch mit der Hand. Zudem existiert noch kein Vertriebsnetz. „Es dürfte eine Zeit dauern, bis man hier eine entsprechende Präsenz aufgebaut hat“, sagt Friedrich Schellmoser, Analyst bei der HypoVereinsbank (HVB).

Interessante Wachstumsmöglichkeiten eröffnen sich darüber hinaus auch in den USA. Hier dürfte die Regierung bald Regelungen erlassen, welche die viel Wasser verbrauchenden Handwäschen verbieten. Autobesitzern bleibt dann nur die Wahl, entweder in die Waschanlage zu fahren oder in einem dreckigen Auto zu sitzen.

HVB-Analyst Schellmoser setzt sein Kursziel derzeit auf 16,50 Euro. „Zweifellos ist die Washtec-Aktie eine solide Daueranlage“, sagt Schellmoser, der eine stabile Entwicklung von Umsatz und Gewinn erwartet. Auf lange Sicht können aber nur neue Märkte – wie eben beispielsweise in Asien – dem Unternehmen erhebliche Zugewinne bescheren. „Ohne weitere Übernahmen oder Markteintritte in weitere Länder fehlt der Aktie derzeit die Wachstumsperspektive.“

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